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Biographien

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Elazar Benyoetz: "VIELZEITIG " Briefe 1958-2007.

Briefedition, 2009, ISBN 978-3-8196-0687-8, unter Mitarbeit von MONIKA FEY, 386 S. gebunden    € 39,90         

 

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Vielzeitig

Edition von Briefen an und von Elazar Benyoëtz mit Anmerkungen und Erläuterungen.

Briefe u.a. an: Dichter: Rose Ausländer; Clara von Bodman; Hilde Domin; Walter Helmut Fritz; Claire Goll; Oskar Maria Graf; Joachim Günther; Helmut de Haas; Paul Hirsch; Hermann Kasack; Marie Luise Kaschnitz; Werner Kraft; Michael Krüger; Annette Miegels; Karl Otten; Jacob Picard; Felix Uri Rosenheim; Max Rychner; Shin Shalom; Margarete Susman; Silja Walter; Max Zweig.

Philosophen: J. D. Abramsky; Jehoschua Amir; Theodor W. Adorno; Hannah Arendt; Hugo Bergmann; Paul Engelmann; Brian McGuinness; Arthur Hübscher; Michael Landmann; Erwin Loewenson; Michael Lukas Moeller; Manfred Voig

Theologen: Schalom Ben Chorin; Ren×™ Dausner; Helmut Eiwen; Rufus Flügge; Albrecht Goes; Jens Haasen; Lydia Koelle; Verena Lenzen; Günter Neske; Paul Rutz; Wilhelm Vischer; Claudia Welz; Josef Wohlmuth.

Literatur- und Sprachwissenschaftler: Fritz Arnold; Heinz-Ludwig Arnold; Sigrid Bauschinger; Walter A. Berendsohn; Johannes Jacobus Braakenburg; Dorothea von Chamisso; Hans W. Eppelsheimer; Harald Fricke; Hans-Martin Gauger; Martin Glaubrecht; Christoph Grubitz; Eugen Gürster; Werner Helmich; Paul Hoffmann; Friedhelm Kemp; Hans Mayer; Walter Muschg; Helmuth Nürnberger; Friedrich Pfäfflin; Kurt Pinthus; Albrecht Schöne; Friedemann Spicker; Jürgen Stenzel; Hans Weigel; Harald Weinrich; Conrad Wiedemann; Andreas Wittbrodt. Und auch an die bereits mythologischen Kultursenatoren von Berlin Adolf Arndt und Werner Stein.

 

Zum Buch:

»Mein Weg ins Deutsche - war er gewagt, war er verhängt. Warum musste aus einem hebräischen Lyriker ein deutscher Aphoristiker werden. Solange ich noch schreiben kann, bleibe ich mir die Antwort darauf schuldig. Die großen Fragen sind nur ohne Antwort groß.« Der vorliegende Briefband ist der Versuch, dieser Frage ihren Umriss zu geben. »Als eminenter Epistograph ist Benyoëtz noch zu entdecken. Er setzt dabei in deutscher Sprache und gegenüber Nicht-Juden die Tradition der Diaspora von Israel aus fort. In der jüdischen Tradition gilt der Brief als Form der Beratung des Gesetzes für einen bestimmten, über die Welt verstreuten Personenkreis. Als Formen moralischer Selbstbegegnung knüpft sein kaum übersehbarer deutschsprachiger Briefwechsel in deutscher Sprache an die reiche jüdische Tradition der Diaspora seit dem ausgehenden Mittelalter an. Kennzeichen der jüdischen Briefliteratur, die es in nahezu allen Literatur-Sprachen gibt, sind ihre eminente sprachliche Ausdruckskraft, Gelehrtheit und Welthaltigkeit. Nolens volens zeigen sich die Korrespondenten als Teilhaber diverser Kulturen und gelten in allen Formen und Medien des sprachlichen Verhaltens als besonders erfindungsreich.« (Christoph Grubitz).

 

Der Autor:  Elazar Benyoëtz wurde 1937 als Sohn österreichischer Juden in Wiener Neustadt geboren und lebt seit 1939 in Jerusalem. 1959 hat er das Rabbinerexamen abgelegt. Zwischen 1964 und 1968 wohnte er in Berlin, wo er 1964 die Bibliographia Judaica gründete. Benyoëtz schrieb seine ersten Gedichtbände auf Hebräisch, seine Essays und Aphorismenbände (seit 1969) sind fast ausschließlich in deutscher Sprache erschienen. »Aus Sätzen von meist einer, selten zwei, ganz selten drei Zeilen Länge spricht ein lebendiger Geist in persönlicher Form mit äußerster Ernsthaftigkeit über Hoffnung, Recht, Liebe, Literatur, Sprache, Gott.« (Hans Weigel). Er gilt als der bedeutendste lebende deutschsprachige Aphoristiker. Wenn Benyoetz mit dem Wortspiel des Aphoristikers arbeitet, dann ist dies für ihn Wegbereitung zu neuen Erkenntnissen, dann will er "ins noch nicht Ausgesprochene". Thema seiner Bücher ist neben religiösen Inhalten oft die Sprache selbst. Sein Werk wurde mit vielen Preisen ausgezeichnet!

 

Presse: FAZ 12.9. 2011

Die hohen Ansprüche des Aphorismus
Von einem, der die Steine aufwärts ins Rollen brachte: Drei neue Bücher setzen den israelischen Dichter Elazar Benyoëtz in neues Licht
Wie weißer Granit liegt er da. "Vielzeitig" lautet der Titel des Bandes, Briefe aus fünf Jahrzehnten finden sich darin. Es ist das lebenslange Senden und Empfangen des israelischen Dichters Elazar Benyoëtz - und doch, obwohl es um nichts anderes als Kommunikation geht, korrespondieren Empfänger und Absender nur selten miteinander. Nicht um die Rekonstruktion einer Denkbewegung kann es dem Autor und Herausgeber dieser Sammlung also gegangen sein, sondern um den Sog des zufällig Benachbarten.
Benyoëtz, auf den Namen Paul Koppel getaufter Sohn österreichischer Juden, kam 1939 im Alter von zwei Jahren nach Palästina. Das Deutsch, das in seiner Familie gesprochen wurde, beschreibt er als "mager und dürftig". "Man machte zu Hause Krawatten und war geplagt und gehetzt." Deutsch (wie auch das verwandte Jiddisch) war in Israel bis in die achtziger Jahre hinein Lingua non grata; wer es dennoch sprach, ging nicht nur als Intellektueller ein hohes gesellschaftliches Risiko ein. Dennoch schrieb Benyoëtz fast sein gesamtes Gelehrtenleben lang auf Deutsch. "Fühlen Sie sich von den Kokosnüssen, die Ihnen etwa von den Bäumen an den Kopf geworfen werden, nicht allzu sehr getroffen!", tröstete ihn der Architekt Paul Engelmann, nachdem ein diffamierender Artikel über Benyoëtz in einer hebräischen Zeitung erschienen war.

Das also ist die Ausgangslage: Ein junger israelischer Dichter trägt den deutsch-jüdischen Geist Anfang der sechziger Jahre hinein in seine Heimat - zunächst im Original, dann übersetzt mit seiner Anthologia Judaica, einer Sammlung deutschsprachiger Gedichte, und dem analogen Projekt einer Bibliographia Judaica. Von den Korrespondenzen, die Benyoëtz in dieser Sache mit Persönlichkeiten wie Nelly Sachs ("Es ist mir eine Freude, dass Sie an meinen Sachen interessiert sind") oder dem eher zurückhaltenden Adorno ("Mir jedenfalls würde es aufs äußerste widerstreben, bloß weil beide Juden waren, Alfred Kerr auf gleichem Niveau mit seinem Todfeind, dem Genie Karl Kraus, oder Stefan Zweig auf demselben wie Kafka zu behandeln") unterhielt, legt dieser Band einigermaßen beredt Zeugnis ab.

Der zweite, noch wesentlichere Aspekt bei einer Beschäftigung mit dem israelischen Gelehrten: Seit den siebziger Jahren perfektionierte Benyoëtz die Kunst des Aphorismus, machte das hybride und manchmal auch verdächtige Genre für seine essayistischen und lyrischen Ambitionen fruchtbar und stellte es nach und nach ins Zentrum seines literarischen Schaffens. Noch 1974 bezweifelte der Verleger Gotthold Müller die Verkaufbarkeit des ersten Aphorismenbandes "Einsätze" und war der Meinung, die gleichzeitig erstellte Gedichtsammlung "Einsprüche" habe wesentlich bessere Aussichten, gewürdigt zu werden. Seine Begründung: "Die Aphorismen stellen an den Leser erhebliche Ansprüche an das Mitdenken." Am Ende setzte sich Benyoëtz in Anlehnung an die alttestamentarischen "Bücher der Weisheit" (insbesondere das Buch Kohelet) und unter Berücksichtigung seines Vorbilds Karl Kraus als Aphoristiker durch - offenbar waren nicht wenige bereit, ihre Ansprüche an das Mitdenken hochzuhalten.

In der beredten Kargheit eines Haiku enthüllt sich die Beziehung zwischen Benyoëtz' Mutter- und seiner Ahnensprache als "halbjüdisch - fragmentarisch". In einem Brief an Clara von Bodman, der Benyoëtz seine erste Sammlung mit Aphorismen gewidmet hatte, erklärt er sich: "Der Hebräer in mir bringt allen Eifer auf, das durch mich deutsch Gedachte zu widerlegen, während mein Deutsch sich standhaft genug erweist, den eifernden Hebräer zu fixieren und ihm mit einer fast jiddischen Geschmeidigkeit zu widersprechen." An anderer Stelle heißt es: "Das Hebräische will mit dem Deutschen (in mir) nichts zu tun haben, wohl aber das Deutsche mit dem Hebräischen." Aus diesem reizbaren Verhältnis, das sich über die Jahre zum Spannungsbogen einer singulären Gelehrtenexistenz ausweitete, lässt sich einiges über die deutsch-jüdischen Beziehungen herauslesen. Das macht den Band auch oder vor allem historisch interessant.

Im vergangenen Jahr bekam Benyoëtz das Ehrenkreuz der Republik Österreich verliehen. Der Schriftsteller Robert Menasse hielt die Laudatio: "Ich habe gesagt, dass Elazar Benyoëtz das Amt eines Rabbiners nie ausgeübt hat. Doch, er tut es. In der Literatur. Er hat die Weisheit eines Rabbis, die Würde eines Rabbis, er ist mein Rabbi der deutschen Sprache." Neben vielen anderen Texten von und über Benyoëtz ist auch dieser in dem Band "Humor - Leichtsinn der Schwermut" enthalten, den der Berliner Theologe und Benyoëtz-Freund Michael Bongardt soeben herausgegeben hat. Parallel dazu erschienen ist eine Sammlung älterer Aphorismen - beide Bücher sind mehr Vorbedingung als Ergänzungen zur Lektüre der gelehrten Korrespondenzen.

"Sie haben den Stein gleichsam aufwärts ins Rollen gebracht", schreibt eine Freundin anlässlich des von Benyoëtz angezettelten Geburtstagsbesuchs bei der Dichterin Hilde Domin. In Anspielung auf deren ersten Gedichtband "Nur eine Rose als Stütze" sollte der alten Dame eine solche ("die schönste freilich") überbracht werden. Wie die Begegnung mit der neunzigjährigen Dichterin geschildert wird, gehört zum Schönsten eines Briefbandes, in dem sich Verlagskorrespondenz mit Stipendienanträgen, Lektorat und Selbstvergewisserung aufs eigenwilligste und aufgrund mangelnder Einordnung auch nicht immer ganz glücklich vermischen.

Briefe, so erklärte Elazar Benyoëtz, haben seiner gesamten Aphoristik zugrunde gelegen. Uns eröffnen sie die Gedankenwelt dieses geradlinig schlingernden Gelehrten, der sein Schaffen in den Dienst einer deutschen-jüdischen Geistestradition gestellt hat wie kaum ein Zweiter.KATHARINA TEUTSCH: F.A.Z., 12.09.2011,



 

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Edition von Briefen an und von Elazar Benyoëtz mit Anmerkungen und Erläuterungen.

Briefe u.a. an: Dichter: Rose Ausländer; Clara von Bodman; Hilde Domin; Walter Helmut Fritz; Claire Goll; Oskar Maria Graf; Joachim Günther; Helmut de Haas; Paul Hirsch; Hermann Kasack; Marie Luise Kaschnitz; Werner Kraft; Michael Krüger; Annette Miegels; Karl Otten; Jacob Picard; Felix Uri Rosenheim; Max Rychner; Shin Shalom; Margarete Susman; Silja Walter; Max Zweig.

Philosophen: J. D. Abramsky; Jehoschua Amir; Theodor W. Adorno; Hannah Arendt; Hugo Bergmann; Paul Engelmann; Brian McGuinness; Arthur Hübscher; Michael Landmann; Erwin Loewenson; Michael Lukas Moeller; Manfred Voig

Theologen: Schalom Ben Chorin; Ren×™ Dausner; Helmut Eiwen; Rufus Flügge; Albrecht Goes; Jens Haasen; Lydia Koelle; Verena Lenzen; Günter Neske; Paul Rutz; Wilhelm Vischer; Claudia Welz; Josef Wohlmuth.

Literatur- und Sprachwissenschaftler: Fritz Arnold; Heinz-Ludwig Arnold; Sigrid Bauschinger; Walter A. Berendsohn; Johannes Jacobus Braakenburg; Dorothea von Chamisso; Hans W. Eppelsheimer; Harald Fricke; Hans-Martin Gauger; Martin Glaubrecht; Christoph Grubitz; Eugen Gürster; Werner Helmich; Paul Hoffmann; Friedhelm Kemp; Hans Mayer; Walter Muschg; Helmuth Nürnberger; Friedrich Pfäfflin; Kurt Pinthus; Albrecht Schöne; Friedemann Spicker; Jürgen Stenzel; Hans Weigel; Harald Weinrich; Conrad Wiedemann; Andreas Wittbrodt. Und auch an die bereits mythologischen Kultursenatoren von Berlin Adolf Arndt und Werner Stein.

 

Zum Buch:

»Mein Weg ins Deutsche - war er gewagt, war er verhängt. Warum musste aus einem hebräischen Lyriker ein deutscher Aphoristiker werden. Solange ich noch schreiben kann, bleibe ich mir die Antwort darauf schuldig. Die großen Fragen sind nur ohne Antwort groß.« Der vorliegende Briefband ist der Versuch, dieser Frage ihren Umriss zu geben. »Als eminenter Epistograph ist Benyoëtz noch zu entdecken. Er setzt dabei in deutscher Sprache und gegenüber Nicht-Juden die Tradition der Diaspora von Israel aus fort. In der jüdischen Tradition gilt der Brief als Form der Beratung des Gesetzes für einen bestimmten, über die Welt verstreuten Personenkreis. Als Formen moralischer Selbstbegegnung knüpft sein kaum übersehbarer deutschsprachiger Briefwechsel in deutscher Sprache an die reiche jüdische Tradition der Diaspora seit dem ausgehenden Mittelalter an. Kennzeichen der jüdischen Briefliteratur, die es in nahezu allen Literatur-Sprachen gibt, sind ihre eminente sprachliche Ausdruckskraft, Gelehrtheit und Welthaltigkeit. Nolens volens zeigen sich die Korrespondenten als Teilhaber diverser Kulturen und gelten in allen Formen und Medien des sprachlichen Verhaltens als besonders erfindungsreich.« (Christoph Grubitz).

 

Der Autor:  Elazar Benyoëtz wurde 1937 als Sohn österreichischer Juden in Wiener Neustadt geboren und lebt seit 1939 in Jerusalem. 1959 hat er das Rabbinerexamen abgelegt. Zwischen 1964 und 1968 wohnte er in Berlin, wo er 1964 die Bibliographia Judaica gründete. Benyoëtz schrieb seine ersten Gedichtbände auf Hebräisch, seine Essays und Aphorismenbände (seit 1969) sind fast ausschließlich in deutscher Sprache erschienen. »Aus Sätzen von meist einer, selten zwei, ganz selten drei Zeilen Länge spricht ein lebendiger Geist in persönlicher Form mit äußerster Ernsthaftigkeit über Hoffnung, Recht, Liebe, Literatur, Sprache, Gott.« (Hans Weigel). Er gilt als der bedeutendste lebende deutschsprachige Aphoristiker. Wenn Benyoetz mit dem Wortspiel des Aphoristikers arbeitet, dann ist dies für ihn Wegbereitung zu neuen Erkenntnissen, dann will er "ins noch nicht Ausgesprochene". Thema seiner Bücher ist neben religiösen Inhalten oft die Sprache selbst. Sein Werk wurde mit vielen Preisen ausgezeichnet!

 

Presse: FAZ 12.9. 2011

Die hohen Ansprüche des Aphorismus
Von einem, der die Steine aufwärts ins Rollen brachte: Drei neue Bücher setzen den israelischen Dichter Elazar Benyoëtz in neues Licht
Wie weißer Granit liegt er da. "Vielzeitig" lautet der Titel des Bandes, Briefe aus fünf Jahrzehnten finden sich darin. Es ist das lebenslange Senden und Empfangen des israelischen Dichters Elazar Benyoëtz - und doch, obwohl es um nichts anderes als Kommunikation geht, korrespondieren Empfänger und Absender nur selten miteinander. Nicht um die Rekonstruktion einer Denkbewegung kann es dem Autor und Herausgeber dieser Sammlung also gegangen sein, sondern um den Sog des zufällig Benachbarten.
Benyoëtz, auf den Namen Paul Koppel getaufter Sohn österreichischer Juden, kam 1939 im Alter von zwei Jahren nach Palästina. Das Deutsch, das in seiner Familie gesprochen wurde, beschreibt er als "mager und dürftig". "Man machte zu Hause Krawatten und war geplagt und gehetzt." Deutsch (wie auch das verwandte Jiddisch) war in Israel bis in die achtziger Jahre hinein Lingua non grata; wer es dennoch sprach, ging nicht nur als Intellektueller ein hohes gesellschaftliches Risiko ein. Dennoch schrieb Benyoëtz fast sein gesamtes Gelehrtenleben lang auf Deutsch. "Fühlen Sie sich von den Kokosnüssen, die Ihnen etwa von den Bäumen an den Kopf geworfen werden, nicht allzu sehr getroffen!", tröstete ihn der Architekt Paul Engelmann, nachdem ein diffamierender Artikel über Benyoëtz in einer hebräischen Zeitung erschienen war.

Das also ist die Ausgangslage: Ein junger israelischer Dichter trägt den deutsch-jüdischen Geist Anfang der sechziger Jahre hinein in seine Heimat - zunächst im Original, dann übersetzt mit seiner Anthologia Judaica, einer Sammlung deutschsprachiger Gedichte, und dem analogen Projekt einer Bibliographia Judaica. Von den Korrespondenzen, die Benyoëtz in dieser Sache mit Persönlichkeiten wie Nelly Sachs ("Es ist mir eine Freude, dass Sie an meinen Sachen interessiert sind") oder dem eher zurückhaltenden Adorno ("Mir jedenfalls würde es aufs äußerste widerstreben, bloß weil beide Juden waren, Alfred Kerr auf gleichem Niveau mit seinem Todfeind, dem Genie Karl Kraus, oder Stefan Zweig auf demselben wie Kafka zu behandeln") unterhielt, legt dieser Band einigermaßen beredt Zeugnis ab.

Der zweite, noch wesentlichere Aspekt bei einer Beschäftigung mit dem israelischen Gelehrten: Seit den siebziger Jahren perfektionierte Benyoëtz die Kunst des Aphorismus, machte das hybride und manchmal auch verdächtige Genre für seine essayistischen und lyrischen Ambitionen fruchtbar und stellte es nach und nach ins Zentrum seines literarischen Schaffens. Noch 1974 bezweifelte der Verleger Gotthold Müller die Verkaufbarkeit des ersten Aphorismenbandes "Einsätze" und war der Meinung, die gleichzeitig erstellte Gedichtsammlung "Einsprüche" habe wesentlich bessere Aussichten, gewürdigt zu werden. Seine Begründung: "Die Aphorismen stellen an den Leser erhebliche Ansprüche an das Mitdenken." Am Ende setzte sich Benyoëtz in Anlehnung an die alttestamentarischen "Bücher der Weisheit" (insbesondere das Buch Kohelet) und unter Berücksichtigung seines Vorbilds Karl Kraus als Aphoristiker durch - offenbar waren nicht wenige bereit, ihre Ansprüche an das Mitdenken hochzuhalten.

In der beredten Kargheit eines Haiku enthüllt sich die Beziehung zwischen Benyoëtz' Mutter- und seiner Ahnensprache als "halbjüdisch - fragmentarisch". In einem Brief an Clara von Bodman, der Benyoëtz seine erste Sammlung mit Aphorismen gewidmet hatte, erklärt er sich: "Der Hebräer in mir bringt allen Eifer auf, das durch mich deutsch Gedachte zu widerlegen, während mein Deutsch sich standhaft genug erweist, den eifernden Hebräer zu fixieren und ihm mit einer fast jiddischen Geschmeidigkeit zu widersprechen." An anderer Stelle heißt es: "Das Hebräische will mit dem Deutschen (in mir) nichts zu tun haben, wohl aber das Deutsche mit dem Hebräischen." Aus diesem reizbaren Verhältnis, das sich über die Jahre zum Spannungsbogen einer singulären Gelehrtenexistenz ausweitete, lässt sich einiges über die deutsch-jüdischen Beziehungen herauslesen. Das macht den Band auch oder vor allem historisch interessant.

Im vergangenen Jahr bekam Benyoëtz das Ehrenkreuz der Republik Österreich verliehen. Der Schriftsteller Robert Menasse hielt die Laudatio: "Ich habe gesagt, dass Elazar Benyoëtz das Amt eines Rabbiners nie ausgeübt hat. Doch, er tut es. In der Literatur. Er hat die Weisheit eines Rabbis, die Würde eines Rabbis, er ist mein Rabbi der deutschen Sprache." Neben vielen anderen Texten von und über Benyoëtz ist auch dieser in dem Band "Humor - Leichtsinn der Schwermut" enthalten, den der Berliner Theologe und Benyoëtz-Freund Michael Bongardt soeben herausgegeben hat. Parallel dazu erschienen ist eine Sammlung älterer Aphorismen - beide Bücher sind mehr Vorbedingung als Ergänzungen zur Lektüre der gelehrten Korrespondenzen.

"Sie haben den Stein gleichsam aufwärts ins Rollen gebracht", schreibt eine Freundin anlässlich des von Benyoëtz angezettelten Geburtstagsbesuchs bei der Dichterin Hilde Domin. In Anspielung auf deren ersten Gedichtband "Nur eine Rose als Stütze" sollte der alten Dame eine solche ("die schönste freilich") überbracht werden. Wie die Begegnung mit der neunzigjährigen Dichterin geschildert wird, gehört zum Schönsten eines Briefbandes, in dem sich Verlagskorrespondenz mit Stipendienanträgen, Lektorat und Selbstvergewisserung aufs eigenwilligste und aufgrund mangelnder Einordnung auch nicht immer ganz glücklich vermischen.

Briefe, so erklärte Elazar Benyoëtz, haben seiner gesamten Aphoristik zugrunde gelegen. Uns eröffnen sie die Gedankenwelt dieses geradlinig schlingernden Gelehrten, der sein Schaffen in den Dienst einer deutschen-jüdischen Geistestradition gestellt hat wie kaum ein Zweiter.KATHARINA TEUTSCH: F.A.Z., 12.09.2011,



 


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Wolfgang Brüggemann: "Anfänge und Übergänge".

Autobiographische Skizzen. 2002, ISBN 3-8196-0642-4, kart. 313 S.  € 9,90

 

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Anfänge und Übergänge

Wolfgang Brüggemann  geb. 1926 in Bochum, Studium der Theologie, Geschichte und Germanistik, Bundesvorsitzender des RCDS, Gymnasialllehrer, seit 1956 Fraktionsvorsitzender der CDU und Bürgermeister in Bochum. Seit 1965 Professor für "Politische Bildung und Didaktik der Geschichte" in Dortmund. Seit 1966 Landtagsabgeordneter in NRW und Bildungspolitischer Sprecher der CDU, 1983 Kandidatur für das Amt des Vorsitzenden der CDU Westfalen-Lippe gegen Kurt Biedenkopf. Die Jugend des Autors wurde von der katholischen Jugendbewegung geprägt, aber vom Nationalsozialismus fremdbestimmt. Er war Luftwaffenhelfer und Soldat und erlebte die Notgemeinschaft nach dem Kriege. Erinnerungen und Reflexionen eines nachdenklichen und hinterfragenden Angehörigen der Kriegsgeneration zeugen von der Schwierigkeit, sich der Propaganda und Wirklichkeit des NS-Staates entziehen zu können. Persönliches, subjektives Empfinden eines Zeitzeugen reflektiert eindrucksvoll Elemente und Strukturen jener unglückseligen und schwierigen Epoche. Als Konsequenz seiner Erfahrungen bemüht sich Brüggemann als Lehrer und Politiker um die Auseinandersetzung mit der Zeitgeschichte und jüngsten Vergangenheit. Als Fazit des Autors gilt: "Die Vergangenheit meiner Generation ist schon Geschichte. Zeugnisse individuell-subjektiver Alltagsgeschichte können den Strom kollektiver Geschichte jedoch beleben, sie können konkretisieren und verdeutlichen und somit vielleicht das Bemühen derjenigen erleichtern, die bevor sie urteilen, historisch verstehen wollen".

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Wolfgang Brüggemann  geb. 1926 in Bochum, Studium der Theologie, Geschichte und Germanistik, Bundesvorsitzender des RCDS, Gymnasialllehrer, seit 1956 Fraktionsvorsitzender der CDU und Bürgermeister in Bochum. Seit 1965 Professor für "Politische Bildung und Didaktik der Geschichte" in Dortmund. Seit 1966 Landtagsabgeordneter in NRW und Bildungspolitischer Sprecher der CDU, 1983 Kandidatur für das Amt des Vorsitzenden der CDU Westfalen-Lippe gegen Kurt Biedenkopf. Die Jugend des Autors wurde von der katholischen Jugendbewegung geprägt, aber vom Nationalsozialismus fremdbestimmt. Er war Luftwaffenhelfer und Soldat und erlebte die Notgemeinschaft nach dem Kriege. Erinnerungen und Reflexionen eines nachdenklichen und hinterfragenden Angehörigen der Kriegsgeneration zeugen von der Schwierigkeit, sich der Propaganda und Wirklichkeit des NS-Staates entziehen zu können. Persönliches, subjektives Empfinden eines Zeitzeugen reflektiert eindrucksvoll Elemente und Strukturen jener unglückseligen und schwierigen Epoche. Als Konsequenz seiner Erfahrungen bemüht sich Brüggemann als Lehrer und Politiker um die Auseinandersetzung mit der Zeitgeschichte und jüngsten Vergangenheit. Als Fazit des Autors gilt: "Die Vergangenheit meiner Generation ist schon Geschichte. Zeugnisse individuell-subjektiver Alltagsgeschichte können den Strom kollektiver Geschichte jedoch beleben, sie können konkretisieren und verdeutlichen und somit vielleicht das Bemühen derjenigen erleichtern, die bevor sie urteilen, historisch verstehen wollen".

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Anni Crämer: "Ich habe immer getan, was andere nicht tun wollten".

Erinnerungen aus Kindheit und Jugend in einer versunkenen Welt. Mit einem Vorwort von Hugo Ernst Käufer. Aus dem Nachlass herausgegebn von Siegmund Crämer und Hugo Ernst Käufer. Bochum 2005 Geb. 208 S. zahlreiche zeitgenöss.Fotos, ISBN 3-8196-0668-8      € 9,90

 

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Ich habe immer getan...

Anni Crämer, geb. Sperling, 1924 in Witten/Ruhr gest. 2003 in Bad Dürkheim hat in diesem Buch ihr Leben beschrieben, um Zeugnis abzulegen über ihr Denken und Handeln in einer schwierigen Zeit zwischen 1924 und 1960. Damit hat sie gleichsam eine Stellvertreter-Biographie für ihre ganze Generation geschaffen. Durch den frühen Tod ihrer Mutter für die ersten sechs Lebensjahre nach Holzhausen bei Höxter verschlagen, erlebt sie in der liebevollen Obhut ihrer Großmutter Geborgenheit, lernt aber auch das einfache und mühevolle Leben auf dem Lande in der Vorkriegszeit kennen. Zurück in Witten kann das "Landkind" keine Wurzeln schlagen und vereinsamt innerlich, erlebt aber auch hautnah den alltäglichen Nationalsozialismus, etwa in der täglichen Begegnung mit einem Judenmädchen, das plötzlich verschwunden ist. Und dann kommt der von den Nazis angezettelte barbarische Krieg, der ihre Familie mit voller Härte triftt. Beindruckend die Schilderung der hautnah erleben Bombennächte in Witten und wie man tatsächlich nachdem alles zerstört ist "Gras essen" muss. Genauso eindrucksvoll schildert Anni Crämer, wie nur durch das "Funktionieren" der Frauen das tägliche Leben an der sog. "Heimatfront" aufrecht erhalten werden konnte. Dem Krieg folgt die nicht minder schwere Nachkriegszeit mit ihren leiblichen und seelischen Nöten, bis sie endlich - nach Überwindung schwieriger Konfessionsprobleme - zusammen mit ihrem Mann ihr "wirkliches" Leben beginnen kann, das sie fortan mit einem beispiellosen sozialen Engagement in der Betreuung Jugendlicher und Behinderter führt. In knappen Kapiteln berichtet Anni Crämer über dieses schwierige Leben und skizziert mit wenigen Sätzen Charaktere und Ereignisse so anschaulich, dass in ihen gleichzeitig Zeitgeist und Zeitgeschichte deutlich werden. So entsteht aus dem Mosaik vieler "Alltäglichkeiten" ein gültiges Bild jener Zeit. Ein ungewöhnlicher Bericht über ein beispielhaftes Frauenlebe in einer beispiellosen Zeit!

 

Presse:

"....Reichskristallnacht, Judenverfolgung, Ausbruch des Zweiten Weltkrieges - Anni Crämer macht diese Begrife am Schicksal von Zeitgenossen fest und gibt ihnen so eine persönliche Dimension. Der Leser ist förmlch dabei, wenn sie allmorgendlich auf der Straße einem jüdischen Mädchen begegnet, wenn ihre Blicke sich jedes Mal wortlos treffen, bevor dieses Mädchen für immer verschwunden bleibt. Er ist dabei, wenn das ganze Spektrum von Lehrerpersönlichkeiten unter dem Naziterror geschildert wird. Und er ist dabei, wenn Annis Bruder seinen letzten Heimaturlaub erlebt. Auch die Nächte im Bombenhagel und die schweren Entbehrungen der Nachkriegszeit schildert die Autorin beklemmend anschaulich... Ihr ergreifendes Buch legt man kaum aus der Hand, bevor es ganz gelesen ist." (Die Rheinpfalz 23.9.2005)

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Anni Crämer, geb. Sperling, 1924 in Witten/Ruhr gest. 2003 in Bad Dürkheim hat in diesem Buch ihr Leben beschrieben, um Zeugnis abzulegen über ihr Denken und Handeln in einer schwierigen Zeit zwischen 1924 und 1960. Damit hat sie gleichsam eine Stellvertreter-Biographie für ihre ganze Generation geschaffen. Durch den frühen Tod ihrer Mutter für die ersten sechs Lebensjahre nach Holzhausen bei Höxter verschlagen, erlebt sie in der liebevollen Obhut ihrer Großmutter Geborgenheit, lernt aber auch das einfache und mühevolle Leben auf dem Lande in der Vorkriegszeit kennen. Zurück in Witten kann das "Landkind" keine Wurzeln schlagen und vereinsamt innerlich, erlebt aber auch hautnah den alltäglichen Nationalsozialismus, etwa in der täglichen Begegnung mit einem Judenmädchen, das plötzlich verschwunden ist. Und dann kommt der von den Nazis angezettelte barbarische Krieg, der ihre Familie mit voller Härte triftt. Beindruckend die Schilderung der hautnah erleben Bombennächte in Witten und wie man tatsächlich nachdem alles zerstört ist "Gras essen" muss. Genauso eindrucksvoll schildert Anni Crämer, wie nur durch das "Funktionieren" der Frauen das tägliche Leben an der sog. "Heimatfront" aufrecht erhalten werden konnte. Dem Krieg folgt die nicht minder schwere Nachkriegszeit mit ihren leiblichen und seelischen Nöten, bis sie endlich - nach Überwindung schwieriger Konfessionsprobleme - zusammen mit ihrem Mann ihr "wirkliches" Leben beginnen kann, das sie fortan mit einem beispiellosen sozialen Engagement in der Betreuung Jugendlicher und Behinderter führt. In knappen Kapiteln berichtet Anni Crämer über dieses schwierige Leben und skizziert mit wenigen Sätzen Charaktere und Ereignisse so anschaulich, dass in ihen gleichzeitig Zeitgeist und Zeitgeschichte deutlich werden. So entsteht aus dem Mosaik vieler "Alltäglichkeiten" ein gültiges Bild jener Zeit. Ein ungewöhnlicher Bericht über ein beispielhaftes Frauenlebe in einer beispiellosen Zeit!

 

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"....Reichskristallnacht, Judenverfolgung, Ausbruch des Zweiten Weltkrieges - Anni Crämer macht diese Begrife am Schicksal von Zeitgenossen fest und gibt ihnen so eine persönliche Dimension. Der Leser ist förmlch dabei, wenn sie allmorgendlich auf der Straße einem jüdischen Mädchen begegnet, wenn ihre Blicke sich jedes Mal wortlos treffen, bevor dieses Mädchen für immer verschwunden bleibt. Er ist dabei, wenn das ganze Spektrum von Lehrerpersönlichkeiten unter dem Naziterror geschildert wird. Und er ist dabei, wenn Annis Bruder seinen letzten Heimaturlaub erlebt. Auch die Nächte im Bombenhagel und die schweren Entbehrungen der Nachkriegszeit schildert die Autorin beklemmend anschaulich... Ihr ergreifendes Buch legt man kaum aus der Hand, bevor es ganz gelesen ist." (Die Rheinpfalz 23.9.2005)


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Geisler, Friedel: Die Rose sagt, ohne Dornen kriegt ihr mich nicht.

Erinnerungen. Mit Irene Dänzer-Vanotti, 978-3-8196-0847-6, Bochum 2012, kart. 202 S. mit zahlreichen Abb. 21,5 x 13 cm.€ 15,90

 

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Hockamp, Anneke Jetzt bestellen, klick hier

Hockamp, Karin: Mathilde Franziska Anneke (1817 - 1884)

"Von vielem Geist und großer Herzensgüte", Bochum 2012, ISBN 978-3-8196-0881-0, kart. 21 x 13 cm. 64 S. mit zahlr. Abb.€ 8,90

 

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Mathilde Franziska Anneke

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Mathilde Franziska Anneke, in Sprockhövel/Westf geboren und in Hattingen/Westf. aufgewachsen, lebte in Wesel und Münster und lange in Milwaukee, Wisconsin. Sie gehört zu den herausragenden Persönlichkeiten der deutschen und amerikanischen Demokratie- und Frauenbewegung. Lange Zeit stand diese fortschrittliche Journalistin, Schriftstellerin und Pädagogin im Schatten ihrer männlichen Mitstreiter. Das Bemerkenswerte ihrer Biographie ergibt sich einerseits aus der emotionalen Verwurzelung im 19. Jahrhundert und aus der sozialen Zugehörigkeit zum Bildungsbürgertum des vergangenen Jahrhunderts und andererseits aus dem starken Engagement, zuweilen auch Kampf, für soziale und rechtliche Gleichheit, für Trennung von Kirche und Schule, für die Teilhabe von Frauen am politischen Geschehen, für das Frauenstimmrecht bis hin zum Eintreten für die Abschaffung der Sklaverei in den USA. Bewegt und bewegend war ihr Leben, das die gängigen Rollenklischees ignorierte,ausgleichend und kämpferisch, aufrührerisch und überzeugend: in diesem Sinne kann man ihr Leben auch als modern bezeichnen. Sie war Ehefrau und Mutter, zeitweise alleinerziehend und zeitweise alleinverdienend, geschieden und wiederverheiratet, Existenzgründerin und Emigrantin. Es gäbe viele Etiketten für diese Frau, die die Aspekte ihres ungewöhnlichen Lebens beschreiben. Sie war: - Tochter aus gutem Hause, - hungernde Poetin, - revolutionäre Journalistin und Schriftstellerin, - politisch verfolgte Asylantin, - eine Ehefrau, die einem unsteten Mann folgte und an ihm litt, - eine Mutter, die sieben Kinder gebahr und fünf von ihnen begraben mußte, - Pädagogin aus Naturtalent, - frühe Feministin und Sozialistin, Pionierin der deutschen und amerikanischen Frauenbewegung. In Zeiten, in denen Menschenwürde, soziale Gerechtigkeit und gleiche Chancen auf Bildung und Wohlstand auch in unserer Gesellschaft in erschreckendem Maße zur Disposition stehen, Werte und Maßstäbe einem dramatischen Wandel unterliegen, kann nicht genügend auf den radikalen Humanismus der Mathilde Franziska Anneke und auf ihr lebenslanges Streben nach einer besseren Welt hingewiesen werden. Sie hat, allen Schwierigkeiten und Schicksalsschlägen zum Trotz, ihre Ideale nicht nur propagiert, sondern auch selbst gelebt. Sie war romantische Schriftstellerin in Westfalen (1817–1847), Frauenrechtlerin und revolutionäre Sozialistin in Köln (1847–1849), Ordonnanzoffizierin in den Reichsverfassungskämpfen in der Pfalz und in Baden 1849, Frauenrechtlerin, Schulleiterin und Aktivistin gegen die Sklaverei (USA, 1849–1884) . 1988 ehrte die Deutsche Bundespost Mathilde Franziska Anneke mit einer Briefmarke in der Serie Frauen der deutschen Geschichte. 

 

Karin Hockamp ist Leiterin des Stadtarchivs Sprockhövel. Im Stadtarchiv Sprockhövel steht der digitalisierte Nachlass von Mathilde Franziska und Fritz Anneke und eine Bibliographie mit derzeit (2012) 107 Titeln von und über Mathilde Franziska Anneke zur Einsichtnahme zur Verfügung.

 

Presse: Die Autorin präsentiert bei einem Vortrag über die berühmte Revolutionärin Anneke, die 1848 für Demokratie und die Emanzipation der Frau einstand, ... ihre Broschüre „Von vielem Geist und großer Herzensgüte“. In dieser Broschür wird... das gesamte Leben Annekes dargestellt. „Ich habe keine Schwerpunkte gesetzt, da jede Lebensphase ihren besonderen Wert aufweist“, so Karin Hockamp, Leiterin des Stadtarchivs Sprockhövel. ...Die Lebensgeschichte wird zudem durch zahlreiche Bilder und Originalquellen, etwa Briefwechsel, Zeitungsartikel oder persönliche Dokumente wie den Taufschein ergänzt. „Die Broschüre soll für jeden lesbar sein und ist nicht für ein wissenschaftliches Fachpublikum gedacht“, so die Autorin (WAZ Hattingen 12.11.12 Lisa Flieger)

 

Anneke war das Gesicht der Frauen- und Demokratiebewegung

Anneke wirkte in Deutschland, der Schweiz, Amerika und Frankreich. Aber das Ziel blieb gleich: Für unterdrückte Gruppen der Gesellschaft die Gleichstellung zu fordern. Sie kämpfte nicht nur für die Frau, sondern auch für Sklaven und das benachteiligte Volk der Indianer in Amerika und schrieb die berühmte Legende des Indianer-Mädchens Pocahontas auf. Sie war das Gesicht der Frauen- und Demokratiebewegung in Europa sowie in Amerika.

Die Bewegung des „Vormärz“ wurde unterstützt, so dass sie als politische Verfolgte mit ihrem Mann Fritz Anneke nach Amerika fliehen musste. Mathilde Franziska Anneke drückte ihre Meinung als Pädagogin, Schriftstellerin und Journalistin aus: Sie leitete die Produktion zweier Zeitungen und suchte Freiräume, die Zensur zu umgehen.

„Seit 21 Jahren arbeite ich im Stadtarchiv und forsche in der Geschichte dieser besonderen Frau“, erzählte Hockamp, als sie am vergangenen Samstag ihr Buch „Von vielem Geist und großer Herzensgüte – Mathilde Franziska Anneke (1817-1884)“ im historischen Rathaus Hattingen präsentierte. „Ihr Kampfgeist, ihre Energie und die Geradlinigkeit, ihren Idealen und Zielen treu zu bleiben, begeistern mich“, sagte die Autorin. (Westdeutsche Zeitung 12.10.12)



Junge Welt (Feminismus-Seite )

Briefauszüge, eine Kurzchronik ihres Lebens, eine Übersicht ihrer Werke und der wichtigsten Sekun­därliteratur ergänzen die vorliegende biographische Skizze. Eine seriöse und fundierte Publikation, spannend, prägnant, gut geschrieben und mit zahlreichen Abbildungen illustriert. Und nicht zuletzt mit einer einleuchtenden aktuellen Botschaft ausgestattet. Karin Hockamp erklärt nämlich: „In Zeiten, in denen Menschen­würde, soziale Gerechtigkeit und gleiche Chancen auf Bildung und Wohlstand auch in unserer Gesell­schaft in erschreckendem Maße zur Disposition stehen, Werte und Maßstäbe einem dramati­schen Wandel unterliegen, kann nicht genügend auf den radikalen Humanis­mus der Mathilde Franziska Anneke und auf ihr lebenslanges Streben nach einer besseren Welt hingewiesen werden.“

(Cristina Fischer)







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Mathilde Franziska Anneke

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Mathilde Franziska Anneke, in Sprockhövel/Westf geboren und in Hattingen/Westf. aufgewachsen, lebte in Wesel und Münster und lange in Milwaukee, Wisconsin. Sie gehört zu den herausragenden Persönlichkeiten der deutschen und amerikanischen Demokratie- und Frauenbewegung. Lange Zeit stand diese fortschrittliche Journalistin, Schriftstellerin und Pädagogin im Schatten ihrer männlichen Mitstreiter. Das Bemerkenswerte ihrer Biographie ergibt sich einerseits aus der emotionalen Verwurzelung im 19. Jahrhundert und aus der sozialen Zugehörigkeit zum Bildungsbürgertum des vergangenen Jahrhunderts und andererseits aus dem starken Engagement, zuweilen auch Kampf, für soziale und rechtliche Gleichheit, für Trennung von Kirche und Schule, für die Teilhabe von Frauen am politischen Geschehen, für das Frauenstimmrecht bis hin zum Eintreten für die Abschaffung der Sklaverei in den USA. Bewegt und bewegend war ihr Leben, das die gängigen Rollenklischees ignorierte,ausgleichend und kämpferisch, aufrührerisch und überzeugend: in diesem Sinne kann man ihr Leben auch als modern bezeichnen. Sie war Ehefrau und Mutter, zeitweise alleinerziehend und zeitweise alleinverdienend, geschieden und wiederverheiratet, Existenzgründerin und Emigrantin. Es gäbe viele Etiketten für diese Frau, die die Aspekte ihres ungewöhnlichen Lebens beschreiben. Sie war: - Tochter aus gutem Hause, - hungernde Poetin, - revolutionäre Journalistin und Schriftstellerin, - politisch verfolgte Asylantin, - eine Ehefrau, die einem unsteten Mann folgte und an ihm litt, - eine Mutter, die sieben Kinder gebahr und fünf von ihnen begraben mußte, - Pädagogin aus Naturtalent, - frühe Feministin und Sozialistin, Pionierin der deutschen und amerikanischen Frauenbewegung. In Zeiten, in denen Menschenwürde, soziale Gerechtigkeit und gleiche Chancen auf Bildung und Wohlstand auch in unserer Gesellschaft in erschreckendem Maße zur Disposition stehen, Werte und Maßstäbe einem dramatischen Wandel unterliegen, kann nicht genügend auf den radikalen Humanismus der Mathilde Franziska Anneke und auf ihr lebenslanges Streben nach einer besseren Welt hingewiesen werden. Sie hat, allen Schwierigkeiten und Schicksalsschlägen zum Trotz, ihre Ideale nicht nur propagiert, sondern auch selbst gelebt. Sie war romantische Schriftstellerin in Westfalen (1817–1847), Frauenrechtlerin und revolutionäre Sozialistin in Köln (1847–1849), Ordonnanzoffizierin in den Reichsverfassungskämpfen in der Pfalz und in Baden 1849, Frauenrechtlerin, Schulleiterin und Aktivistin gegen die Sklaverei (USA, 1849–1884) . 1988 ehrte die Deutsche Bundespost Mathilde Franziska Anneke mit einer Briefmarke in der Serie Frauen der deutschen Geschichte. 

 

Karin Hockamp ist Leiterin des Stadtarchivs Sprockhövel. Im Stadtarchiv Sprockhövel steht der digitalisierte Nachlass von Mathilde Franziska und Fritz Anneke und eine Bibliographie mit derzeit (2012) 107 Titeln von und über Mathilde Franziska Anneke zur Einsichtnahme zur Verfügung.

 

Presse: Die Autorin präsentiert bei einem Vortrag über die berühmte Revolutionärin Anneke, die 1848 für Demokratie und die Emanzipation der Frau einstand, ... ihre Broschüre „Von vielem Geist und großer Herzensgüte“. In dieser Broschür wird... das gesamte Leben Annekes dargestellt. „Ich habe keine Schwerpunkte gesetzt, da jede Lebensphase ihren besonderen Wert aufweist“, so Karin Hockamp, Leiterin des Stadtarchivs Sprockhövel. ...Die Lebensgeschichte wird zudem durch zahlreiche Bilder und Originalquellen, etwa Briefwechsel, Zeitungsartikel oder persönliche Dokumente wie den Taufschein ergänzt. „Die Broschüre soll für jeden lesbar sein und ist nicht für ein wissenschaftliches Fachpublikum gedacht“, so die Autorin (WAZ Hattingen 12.11.12 Lisa Flieger)

 

Anneke war das Gesicht der Frauen- und Demokratiebewegung

Anneke wirkte in Deutschland, der Schweiz, Amerika und Frankreich. Aber das Ziel blieb gleich: Für unterdrückte Gruppen der Gesellschaft die Gleichstellung zu fordern. Sie kämpfte nicht nur für die Frau, sondern auch für Sklaven und das benachteiligte Volk der Indianer in Amerika und schrieb die berühmte Legende des Indianer-Mädchens Pocahontas auf. Sie war das Gesicht der Frauen- und Demokratiebewegung in Europa sowie in Amerika.

Die Bewegung des „Vormärz“ wurde unterstützt, so dass sie als politische Verfolgte mit ihrem Mann Fritz Anneke nach Amerika fliehen musste. Mathilde Franziska Anneke drückte ihre Meinung als Pädagogin, Schriftstellerin und Journalistin aus: Sie leitete die Produktion zweier Zeitungen und suchte Freiräume, die Zensur zu umgehen.

„Seit 21 Jahren arbeite ich im Stadtarchiv und forsche in der Geschichte dieser besonderen Frau“, erzählte Hockamp, als sie am vergangenen Samstag ihr Buch „Von vielem Geist und großer Herzensgüte – Mathilde Franziska Anneke (1817-1884)“ im historischen Rathaus Hattingen präsentierte. „Ihr Kampfgeist, ihre Energie und die Geradlinigkeit, ihren Idealen und Zielen treu zu bleiben, begeistern mich“, sagte die Autorin. (Westdeutsche Zeitung 12.10.12)



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Briefauszüge, eine Kurzchronik ihres Lebens, eine Übersicht ihrer Werke und der wichtigsten Sekun­därliteratur ergänzen die vorliegende biographische Skizze. Eine seriöse und fundierte Publikation, spannend, prägnant, gut geschrieben und mit zahlreichen Abbildungen illustriert. Und nicht zuletzt mit einer einleuchtenden aktuellen Botschaft ausgestattet. Karin Hockamp erklärt nämlich: „In Zeiten, in denen Menschen­würde, soziale Gerechtigkeit und gleiche Chancen auf Bildung und Wohlstand auch in unserer Gesell­schaft in erschreckendem Maße zur Disposition stehen, Werte und Maßstäbe einem dramati­schen Wandel unterliegen, kann nicht genügend auf den radikalen Humanis­mus der Mathilde Franziska Anneke und auf ihr lebenslanges Streben nach einer besseren Welt hingewiesen werden.“

(Cristina Fischer)








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Hugo Ernst Käufer 80

Dokumentation 2007 zusammengestellt von Norbert Brockmeyer, gestaltet von Helmut Granowski, 2007, ISBN 978-3-8196-0683-0, kart. 56 S.  € 7,90

 

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Hugo Ernst Käufer 80

Hugo Ernst Käufer geb 1927, war Direktor der Stadtbücherei Gelsenkirchen, Gründer der "Literarischen Werkstatt Gelsenkirchen", Mitbegründer des "Werkkreises Literatur der Arbeitswelt", ist Vorsitzender der "Liselotte und Walter Rauner Stiftung Bochum", Ehrenvorsitzender der Europäischen Autorenvereinigung "Die Kogge", Mitglied des PEN. Autor und Herausgeber zahlreicher Bücher und Anthologien (s. dazu: Hugo Ernst Käufer: Eine Bibliographie mit Dokumenten zum 80 Geburtstag am 13. Febr. 2007, Gelsenkirchener Stadtbibliothek), erhielt zahlreiche Preise und Auszeichungen, darunter den Literaturpreis Ruhrgebiet 2002 und den Vedienstorden des Landes Nordrhein-Westalen 2008. Der Verlag gab diese Dokumentation zum 80. Geburtstag Hugo Ernst Käufers heraus. Neben biographischen Details und literarischen Würdigungen von Weggefährten hat diese kleine Dokumentation ihren eigenen literaturhistorischen Wert. Käufer zählt zu den umtriebigsten und produktivsten Literaturmultiplikatoren der Gegenwart. Neben eigenen Gedicht- und Essaybänden gab er als kritischer Chronist zahlreiche Anthologien heraus. Zu seinen Weggefährten zählten u.a. Max von der Grün und Paul Schallück.

 

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Hugo Ernst Käufer geb 1927, war Direktor der Stadtbücherei Gelsenkirchen, Gründer der "Literarischen Werkstatt Gelsenkirchen", Mitbegründer des "Werkkreises Literatur der Arbeitswelt", ist Vorsitzender der "Liselotte und Walter Rauner Stiftung Bochum", Ehrenvorsitzender der Europäischen Autorenvereinigung "Die Kogge", Mitglied des PEN. Autor und Herausgeber zahlreicher Bücher und Anthologien (s. dazu: Hugo Ernst Käufer: Eine Bibliographie mit Dokumenten zum 80 Geburtstag am 13. Febr. 2007, Gelsenkirchener Stadtbibliothek), erhielt zahlreiche Preise und Auszeichungen, darunter den Literaturpreis Ruhrgebiet 2002 und den Vedienstorden des Landes Nordrhein-Westalen 2008. Der Verlag gab diese Dokumentation zum 80. Geburtstag Hugo Ernst Käufers heraus. Neben biographischen Details und literarischen Würdigungen von Weggefährten hat diese kleine Dokumentation ihren eigenen literaturhistorischen Wert. Käufer zählt zu den umtriebigsten und produktivsten Literaturmultiplikatoren der Gegenwart. Neben eigenen Gedicht- und Essaybänden gab er als kritischer Chronist zahlreiche Anthologien heraus. Zu seinen Weggefährten zählten u.a. Max von der Grün und Paul Schallück.

 


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Hugo Ernst Käufer & Friedrich Grotjahn (Hrsg.): "Schnittwege"

Festschrift zum 65. Geburtstag von HORST DIETER GÖLZENLEUCHTER, Bochum 2009, ISBN 978-3-8196-0729-5, kart. 116 S. 30 x 21 cm. zahlreiche meist farbige Abb.     € 20,00

 

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Schnittwege

Am 15 April 2009 beging der Bochumer Künstler und Autor Hors- Dieter Gölzenleuchter seinen 65 Geburtstag. Aus diesem Anlass haben Hugo Ernst Käufer und Friedrich Grotjahn das „Gratulationsbuch“ mit Erinnerungen, Glückwünschen, Briefen, Gedichten, Kurzprosa, Bildern und Fotos von 51 Wegbegleiterinnen und Wegbegleitern in unserem Verlag herausgegeben. In diesem Buch haben sich Menschen zusammengefunden, die zum Lebensumfeld Horst Dieter Gölzenleuchters gehören, Künstlerinnen und Künstler, Autorinnen und Autoren, Politikerinnen und Politiker, Museumsleiter, Germanisten, Zeitgenossen, die ihn schätzen, die ihm ihre Zuneigung in diesem bibliophilen Gratulationsbuch mitteilen. "Oskar" (Horst-Dieter) hat seinen Weg als Künstler in Holz geschnitten, deswegen der Titel des Buches "Schnittwege". Schnittwege haben aber auch etwas mit der Begegnung von Menschen zu tun, wie es in seiner Atelier-Galerie und seiner Editon "Wort und Bild" geschieht. Ein bibliophiles, sorgfältig ediertes Geschenkbuch wie es auch die Bücher von "Oskar" sind

 

Zur Homepage von Horst Dieter Gölzenleuchter

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Am 15 April 2009 beging der Bochumer Künstler und Autor Hors- Dieter Gölzenleuchter seinen 65 Geburtstag. Aus diesem Anlass haben Hugo Ernst Käufer und Friedrich Grotjahn das „Gratulationsbuch“ mit Erinnerungen, Glückwünschen, Briefen, Gedichten, Kurzprosa, Bildern und Fotos von 51 Wegbegleiterinnen und Wegbegleitern in unserem Verlag herausgegeben. In diesem Buch haben sich Menschen zusammengefunden, die zum Lebensumfeld Horst Dieter Gölzenleuchters gehören, Künstlerinnen und Künstler, Autorinnen und Autoren, Politikerinnen und Politiker, Museumsleiter, Germanisten, Zeitgenossen, die ihn schätzen, die ihm ihre Zuneigung in diesem bibliophilen Gratulationsbuch mitteilen. "Oskar" (Horst-Dieter) hat seinen Weg als Künstler in Holz geschnitten, deswegen der Titel des Buches "Schnittwege". Schnittwege haben aber auch etwas mit der Begegnung von Menschen zu tun, wie es in seiner Atelier-Galerie und seiner Editon "Wort und Bild" geschieht. Ein bibliophiles, sorgfältig ediertes Geschenkbuch wie es auch die Bücher von "Oskar" sind

 

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Käufer,  Hugo Ernst & Küster Rainer: In Worten zuhause- der Lyriker Michael Starcke.

Wegbegleiter und Wegbegleiterinnen gratulieren zu seinem 60. Geburtstag am 19. Dezember 2009, Bochum 2009, ISBN 978-3-8196-0748-6, kart. 112 S. 30 x 21 cm , farbige Abb.   € 29,90

 

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In Worten zuhause

Inhalt: Hugo Ernst Käufer / Rainer Küster, Vorwort; Zueignungen: H.D. Gölzenleuchter, Für Michael; Heide Rieck, Diptychon in Prosa; Ro Hose-Vlis, Unsere Bilder; Walle Sayer, Dahingesagtes; Hugo Ernst Käufer, Stillstand; Brigitte Heine, Eine Brücke aus Briefen: Interpretationen: Felicitas Belke, Leben mit Gedichten; Hugo Ernst Käufer, Betroffen den eigenen Kreis abschreiten; Gerd Kivelitz, kleines haus; Hanns Küster, Lyriks Frühling Hartmut Lux, „leise ist mir laut genug“; Sigrid Nordmar-Bellebaum, Sitzen an einem gemeinsamen Tisch; Werner Streletz, Fremdling wohlvertraut; Udo Weinbörner, Der Gesang des Vogels vor der Mauer; Begegnungen: Hans Bender, Brief vom 5. November 1989; Klaus Gasseleder, Vage Erinnerungen des ersten Verlegers; Friedrich Grotjahn, Zusammen mit Michael oder: „Die Kultur im Revier sind wir!“; Reiner Kunze, Brief vom 25. September 2000; Rainer Küster, Wiedersehen im Uraltbau; Ansgar Loheide, Der Dichter im Religionsunterricht; Peter Mohr, Er blieb erschütterbar und widerstand; Rosemarie Inge Prüfer, Wo, bitte, lassen Sie dichten? Barbara U. Schumann, Für Michael Starcke zum 60. Geburtstag; Peter Starcke, Die Zwillinge; Andreas Volke, Und alles ganz auf eigene Gefahr. Bibliographie Michael Starcke. Autoren und Illustratoren.

 

Rezension:

Gratulationsbuch „In Worten zuhause“ würdigt das umfangreiche Schaffen des
Bochumer Lyrikers Michael Starcke

Der Bochumer Lyriker Michael Starcke ist 60 Jahre alt geworden. Mit einem umfangreichen Gratulationsbuch zum Geburtstag am 19. Dezember 2009 würdigten zahlreiche Autorinnen und Autoren sein literarisches Schaffen.
Starcke ist „seit vielen Jahren eine wichtige Stimme im Konzert der gegenwärtigen Ruhrgebietsliteratur“, schreiben die Herausgeber Hugo Ernst Käufer und Rainer Küster im Vorwort. Das Buch im A4-Format ist in drei Teile gegliedert, die jeweils aus anderen Richtungen auf Starckes lyrisches Schaffen leuchten, allesamt von „Freundinnen und Freunden des Lyrikers, von Kolleginnen und Kollegen, von Menschen, die sich seinem Werk verbunden fühlen“.

„Zueignungen“ - sind literarische und künstlerische Grüße in Form von Gedichten und Bildern. Anspruchsvolles begegnet hier dem Leser, wie etwa „Diptychon in Prosa“ von Heide Rieck oder „Eine Brücke aus Briefen“ von Brigitte Heine.

„Interpretationen“ - sind beeindruckende Beiträge, die sich mit Starckes Werk beschäftigen. Felicitas Belke beschäftigt sich zum Beispiel mit Starckes „Leben mit Gedichten“ und stellt das Besondere des Lyrikers heraus. Sein „Alleinstellungsmerkmal, wie man dergleichen heute nennt, ist das Benennen des Alleralltäglichsten, entkoppelt von sozialer Zustandsbeschreibung und zugleich aufgehoben in einer Sprach- und Bilderwelt, die die Härte ihrer Quelle bewahrt“, so die Dokumentarin. Sie unterstreicht, was den Lyriker einzigartig macht, der Innen und Außen mit Poesie vermischt, während er sich mit all den Themen auseinander setzt, die viele Lyriker beschäftigen: Natur, Kindheit, Liebe, Tod.

Herausgeber Käufer reflektiert in „Betroffen den eigenen Kreis abschreiten“ Starckes Veröffentlichungen, spricht von Starckes Vorbildern und seinem Stil: „das Leise ist laut genug.“ Damit setzt sich auch Hartmut Lux auseinander. Er erinnert sich an eine Lesung von Starcke im März 2000 im Prinz Regent Theater Bochum und fragt nun: „War er laut genug?“ und „Was liegt in den fünf Worten?“
Ein sehr interessanter Beitrag ist Gerd Kivelitz` Interpretation des Gedichtes „kleines haus“. „Drei Teile, einfache Syntax, Parataxen, stellenweise Ellipsen“. Für alle, die sich mit Lyrik beschäftigen, eine wunderbare Studie.

„Begegnungen“ - eine Sammlung von Erinnerungen, Begegnungen mit dem Autor. Michael Starckes Zwillingsbruder Peter spricht über die Vergangenheit. 1949 in Erfurt geboren, 1959 die Flucht in den Westen. „Für uns Zwillinge war das eine Erfahrung, die uns sehr lange durch unser weiteres Leben begleiten sollte.“
Mit „Der Dichter im Religionsunterricht“ betitelte Ansgar Loheide seine Erinnerungen an Starcke, der den Lyriker „googelte“ und in seinen Unterricht einlud. Was blieb? Beeindruckende Zeilen junger Menschen, die am Ende des Berichtes ihren Platz gefunden haben.

Abschließend 15 Seiten Bibliografie, die nochmals das umfangreiche Werk des Bochumers verdeutlichen. Insgesamt ist das Gratulationsbuch ein absolut lesenswertes Buch, das tiefe Einblicke in das Leben und Werk eines außergewöhnlichen Wortkünstlers gewährt. Man findet ihn zwischen all den Worten wieder – eine wunderbare Anerkennung und Würdigung seines Schaffens.

Text: Katrin Zill women edition

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In Worten zuhause

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Inhalt: Hugo Ernst Käufer / Rainer Küster, Vorwort; Zueignungen: H.D. Gölzenleuchter, Für Michael; Heide Rieck, Diptychon in Prosa; Ro Hose-Vlis, Unsere Bilder; Walle Sayer, Dahingesagtes; Hugo Ernst Käufer, Stillstand; Brigitte Heine, Eine Brücke aus Briefen: Interpretationen: Felicitas Belke, Leben mit Gedichten; Hugo Ernst Käufer, Betroffen den eigenen Kreis abschreiten; Gerd Kivelitz, kleines haus; Hanns Küster, Lyriks Frühling Hartmut Lux, „leise ist mir laut genug“; Sigrid Nordmar-Bellebaum, Sitzen an einem gemeinsamen Tisch; Werner Streletz, Fremdling wohlvertraut; Udo Weinbörner, Der Gesang des Vogels vor der Mauer; Begegnungen: Hans Bender, Brief vom 5. November 1989; Klaus Gasseleder, Vage Erinnerungen des ersten Verlegers; Friedrich Grotjahn, Zusammen mit Michael oder: „Die Kultur im Revier sind wir!“; Reiner Kunze, Brief vom 25. September 2000; Rainer Küster, Wiedersehen im Uraltbau; Ansgar Loheide, Der Dichter im Religionsunterricht; Peter Mohr, Er blieb erschütterbar und widerstand; Rosemarie Inge Prüfer, Wo, bitte, lassen Sie dichten? Barbara U. Schumann, Für Michael Starcke zum 60. Geburtstag; Peter Starcke, Die Zwillinge; Andreas Volke, Und alles ganz auf eigene Gefahr. Bibliographie Michael Starcke. Autoren und Illustratoren.

 

Rezension:

Gratulationsbuch „In Worten zuhause“ würdigt das umfangreiche Schaffen des
Bochumer Lyrikers Michael Starcke

Der Bochumer Lyriker Michael Starcke ist 60 Jahre alt geworden. Mit einem umfangreichen Gratulationsbuch zum Geburtstag am 19. Dezember 2009 würdigten zahlreiche Autorinnen und Autoren sein literarisches Schaffen.
Starcke ist „seit vielen Jahren eine wichtige Stimme im Konzert der gegenwärtigen Ruhrgebietsliteratur“, schreiben die Herausgeber Hugo Ernst Käufer und Rainer Küster im Vorwort. Das Buch im A4-Format ist in drei Teile gegliedert, die jeweils aus anderen Richtungen auf Starckes lyrisches Schaffen leuchten, allesamt von „Freundinnen und Freunden des Lyrikers, von Kolleginnen und Kollegen, von Menschen, die sich seinem Werk verbunden fühlen“.

„Zueignungen“ - sind literarische und künstlerische Grüße in Form von Gedichten und Bildern. Anspruchsvolles begegnet hier dem Leser, wie etwa „Diptychon in Prosa“ von Heide Rieck oder „Eine Brücke aus Briefen“ von Brigitte Heine.

„Interpretationen“ - sind beeindruckende Beiträge, die sich mit Starckes Werk beschäftigen. Felicitas Belke beschäftigt sich zum Beispiel mit Starckes „Leben mit Gedichten“ und stellt das Besondere des Lyrikers heraus. Sein „Alleinstellungsmerkmal, wie man dergleichen heute nennt, ist das Benennen des Alleralltäglichsten, entkoppelt von sozialer Zustandsbeschreibung und zugleich aufgehoben in einer Sprach- und Bilderwelt, die die Härte ihrer Quelle bewahrt“, so die Dokumentarin. Sie unterstreicht, was den Lyriker einzigartig macht, der Innen und Außen mit Poesie vermischt, während er sich mit all den Themen auseinander setzt, die viele Lyriker beschäftigen: Natur, Kindheit, Liebe, Tod.

Herausgeber Käufer reflektiert in „Betroffen den eigenen Kreis abschreiten“ Starckes Veröffentlichungen, spricht von Starckes Vorbildern und seinem Stil: „das Leise ist laut genug.“ Damit setzt sich auch Hartmut Lux auseinander. Er erinnert sich an eine Lesung von Starcke im März 2000 im Prinz Regent Theater Bochum und fragt nun: „War er laut genug?“ und „Was liegt in den fünf Worten?“
Ein sehr interessanter Beitrag ist Gerd Kivelitz` Interpretation des Gedichtes „kleines haus“. „Drei Teile, einfache Syntax, Parataxen, stellenweise Ellipsen“. Für alle, die sich mit Lyrik beschäftigen, eine wunderbare Studie.

„Begegnungen“ - eine Sammlung von Erinnerungen, Begegnungen mit dem Autor. Michael Starckes Zwillingsbruder Peter spricht über die Vergangenheit. 1949 in Erfurt geboren, 1959 die Flucht in den Westen. „Für uns Zwillinge war das eine Erfahrung, die uns sehr lange durch unser weiteres Leben begleiten sollte.“
Mit „Der Dichter im Religionsunterricht“ betitelte Ansgar Loheide seine Erinnerungen an Starcke, der den Lyriker „googelte“ und in seinen Unterricht einlud. Was blieb? Beeindruckende Zeilen junger Menschen, die am Ende des Berichtes ihren Platz gefunden haben.

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Hugo Ernst Käufer: Wer nicht hören will, muss sehen. HAP Grieshaber.

Textcollage, Erinnerungen, Meditationen, Gedichte, ISBN 978-3-8196-0731-8, kart. 48 S. mit 6 farbigen Holzschnitten von HAP GRIESHABER und 5 Porträtfotos von HARTMUT BEIFUSS. Erinnerungsbuch zum 100. Geburtstag von HAP Grieshaber. Bibliophile Liebhaberausgabe.  € 12,90


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HAP Grieshaber

Als Schriftsetzer, Typograph, Gebrauchsgrafiker, Buchdrucker, Büchermacher, Holzschneider, Zeichner, Maler, Schriftsteller, Zeitungs- und Zeitschriftenherausgeber, Akademieprofessor, Ausstellungsmacher, politisch engagierter Zeitgenosse hat HAP Grieshaber wie kaum ein anderer Künstler nach der schlimmen Nazizeit ein universelles Werk geschaffen, das auch fast dreißig Jahre nach seinem Tod 1981 immer noch an Bedeutung zunimmt. Den außergewöhnlichen Rang, den es in der Kunstszene heute einnimmt und wie es sich im Rahmen der deutschen und europäischen Kunstgeschichte darstellt, erfahren wir ganz aktuell in diesen Wochen anlässlich des hundertsten Geburtstags, der mit über dreißig Ausstellungen, Vorträgen und Würdigungen in Ost und West, Nord und Süd, eben in der ganzen Bundesrepublik begangen wird. Die Nazis etikettierten Grieshaber in seinen jüngeren Jahren als „entarteten Künstler“, der nicht in ihr von Blut und Boden geprägtes Weltbild paßte. Als Zeitungsjunge und Gelegenheitsarbeiter fristete er sein Leben. Mehrere Jahre verbrachte er im Exil in Griechenland. Bekannt ist, dass er mit sogenannten „Einblättern“, die auf geheimen Wegen weitergegeben wurden, gegen den Terror und die verhunzte, verbohrte nazistische Kunstauffassung protestierte. Grieshaber war und ist ein Künstler, der es geschafft hat, nicht nur in bedeutenden Museen und Galerien vertreten zu sein, sondern der auch „das Volk“ im ganz positiven Sinn erreicht hat. Ein „Volkskünstler“ mit hohen ästhetischen Ansprüchen, der mit seinen politischen und gesellschaftlichen Zwischenrufen nie hinter dem Berg gehalten hat. Grieshaber lebt – er ist mit seinem beispielhaften Werk mitten unter uns!

 

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Knaup; Gisela: Serena - ein halbes Leben in Deutschland.

Biographie eines ungewöhnlichen Frauenlebens, Bochum 2012, ISBN 978-3-8196-0842-1, kart. 212 S. 21 x 14,5 cm. € 19,90

 

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Serena - ein halbes Leben in Deutschland

„Was haben diese vielen Ausländer eigentlich in Deutschland zu suchen?“ Lebensstationen einer dunkelhäutigen Ausländerin mit deutschem Pass: Stolpersteine und Schwierigkeiten, Erfolge und Perspektiven…

 

Inhalt – abstract: 1990 fährt eine dunkelhäutige junge Frau von Brasilien, wo sie als Lehrerin gearbeitet hat, nach Deutschland, um dort zwei bis drei Jahre zu studieren. Sie kommt zum Studium ins Ruhrgebiet und lebt hier nicht zwei, sondern mehr als 20 Jahre. Sie heiratet einen schwarzen Südafrikaner und in zweiter Ehe einen tamilischen Flüchtling mit zwei deutschen Kindern. Jahrelang kämpft sie mit Behörden und mit interkulturellen Konfl ikten, erreicht aber letztendlich den ersehnten Studienabschluß, einen deutschen Pass und eine Stelle als Pädagogin. In ihrer neuen Heimat wider Willen führt Serena ein anstrengendes Leben mit vielen Schwierigkeiten, Umwegen, Widerständen und Rückschlägen, aber auch mit Unterstützung durch Freunde und Fremde. Die Lebensgeschichte einer jungen Frau, die oft zwischen zwei Stühlen sitzt und doch nicht aufgibt , bis sie sich, erfolgreich integriert, im Ruhrgebiet zu Hause fühlt. Eine romanhafte Biographie über ein halbes Leben in Deutschland – intensiv, turbulent, ungewöhnlich… 

 

Gisela Knaup: geboren in Hattingen/Ruhr, Dozentin an der Universität Bochum bis 2006, Schwerpunkte: Schulreform, Internationaler Vergleich, Interkulturelles Lernen, Erwachsenenbildung / Fachpublikationen zu verschiedenen Projekten – Mitarbeit in der Bochumer Integrationskonferenz und im „Bochumer Forum für Antirassismus und Kultur“ 



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Serena - ein halbes Leben in Deutschland

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„Was haben diese vielen Ausländer eigentlich in Deutschland zu suchen?“ Lebensstationen einer dunkelhäutigen Ausländerin mit deutschem Pass: Stolpersteine und Schwierigkeiten, Erfolge und Perspektiven…

 

Inhalt – abstract: 1990 fährt eine dunkelhäutige junge Frau von Brasilien, wo sie als Lehrerin gearbeitet hat, nach Deutschland, um dort zwei bis drei Jahre zu studieren. Sie kommt zum Studium ins Ruhrgebiet und lebt hier nicht zwei, sondern mehr als 20 Jahre. Sie heiratet einen schwarzen Südafrikaner und in zweiter Ehe einen tamilischen Flüchtling mit zwei deutschen Kindern. Jahrelang kämpft sie mit Behörden und mit interkulturellen Konfl ikten, erreicht aber letztendlich den ersehnten Studienabschluß, einen deutschen Pass und eine Stelle als Pädagogin. In ihrer neuen Heimat wider Willen führt Serena ein anstrengendes Leben mit vielen Schwierigkeiten, Umwegen, Widerständen und Rückschlägen, aber auch mit Unterstützung durch Freunde und Fremde. Die Lebensgeschichte einer jungen Frau, die oft zwischen zwei Stühlen sitzt und doch nicht aufgibt , bis sie sich, erfolgreich integriert, im Ruhrgebiet zu Hause fühlt. Eine romanhafte Biographie über ein halbes Leben in Deutschland – intensiv, turbulent, ungewöhnlich… 

 

Gisela Knaup: geboren in Hattingen/Ruhr, Dozentin an der Universität Bochum bis 2006, Schwerpunkte: Schulreform, Internationaler Vergleich, Interkulturelles Lernen, Erwachsenenbildung / Fachpublikationen zu verschiedenen Projekten – Mitarbeit in der Bochumer Integrationskonferenz und im „Bochumer Forum für Antirassismus und Kultur“ 




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Littau, Monika:Vom Sehen und Sagen. Die Buchela.

Ein Biografieroman. ISBN 978-3-8196-0848-3, Bochum 2. überarb. Aufl erscheint Ende Januar  2015, kart. 342 S 21 x 13. cm. € 17,90

 

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Alles, was Buchela sich wünscht und liebt, scheint ihr verloren zu gehen: Der Lieblingsbruder bei einem Unfall, der Vater im 1. Weltkrieg, das ersehnte Kind stirbt bei der Geburt, und während des Nationalsozialismus wird ihre Familie wie alle Sinti und Roma als asozial und kriminell verfolgt. Die Mutter stirbt in Auschwitz. Wäre da nicht ihre Gabe, Buchela würde an diesem Leben verzweifeln. Doch ihre Vorhersage, dass Konrad Adenauer 1949 den Wahlsieg erringen wird, macht sie schlagartig berühmt. Madame Buchela wird zur Pythia von Bonn.

 

Monika Littau wurde 1955 in Dorsten geboren. Nach dem Studium der Germanistik, Geografie und Musikwissenschaft in Bochum und Münster arbeitete sie mehr als 20 Jahre in Forschung, Bildung und Kultur-/Literaturförderung, zuletzt im Kulturministerium Nordrhein-Westfalen. Sie lebt heute als freie Autorin im Ruhrgebiet und im Rheinland. Sie verfasst Lyrik, Prosa, Kinderliteratur, schrieb für Hörfunk und Bühne und veröffentlichte Sachbücher. Zuletzt erschienen das Kinderbuch Alphabetta in Alphabettanien (2007) und der Lyrikband beim überschreiten des taupunkts (2011). Vom Sehen und Sagen. Die Buchela ist ihr erster Roman. Für ihre literarische Arbeit wurde sie mehrfach ausgezeichnet: Nominierung für den Deutschen und Internationalen Kurzgeschichtenwettbewerb in Arnsberg, Förderpreis für junge Künstlerinnen und Künstler des Landes Nordrhein-Westfalen, Arbeitsstipendien des Landes Nordrhein-Westfalen und des International Writers and Translators’ Center of Rhodes (iwtcr).

 

Presse

Kaipesina kaipenana so beginnen südeuropäische Roma oft ihre Geschichten: Es war es war nicht. Und besser als mit diesen Worten kann man auch nicht den Biographieroman 'Vom Sehen und Sagen. Die Buchela' charakterisieren, den die ... Schriftstellerin Monika Littau jetzt veröffentlicht hat. 'Buchela': So lautet der Sinti Künstlername der RomanFigur, doch Namen hatte sie noch mehr. 'Zigeunergrete' nannte man sie in der Heimat, bürgerlich hieß sie aber Margarethe Goussanthier, geborene Meerstein. Als Pythia von Bonn wurde sie in der Nachkriegszeit bekannt. Als Hellseherin soll die Buchela als Beraterin von Konrad Adenauer und weltweit von vielen anderen Prominenten und Adeligen tätig gewesen sein. Wer und was war diese Buchela, wer und was war sie nicht? Buchela lebte zwischen Fronten, zwischen rationalem Urteil und ihrer Intuition, zwischen Verächtern und Klienten, erklärt Monika Littau: Wurde der Lächerlichkeit preisgegeben, wurde gleichzeitig verehrt. Viele Auskünfte über die Buchela, die im Jahr 1986 verstarb, hat die Autorin nur unter vier Augen erfahren. 'Ich habe akribisch Informationen gesammelt, um sie dann möglichst wieder zu vergessen, damit ich mich der Buchela nähern konnte.' So ist ein Roman entstanden, eine Fiktion, die sich so weit wie möglich an der Biographie orientiert. Auch wenn diese mehr oder weniger im Dunkeln liegt. 'Es gibt nur wenig Verbrieftes', sagt Monika Littau. Was in SintiFamilien nichts Ungewöhnliches sei: ... Selbst Ton und Filmdokumente mit Originalaufnahmen von Margarethe Goussanthier seien überwiegend tendenziös geschnitten und kommentiert. Was ist Dichtung, was ist Wahrheit? 'Es ist alles eine Mischung von beiden', musste die Autorin feststellen. ...Und so ist das Buch auch ein interessantes und spannendes Kaleidoskop deutscher Vor und Nachkriegs Geschichte.  

(MK WAZ-Dorsten 18.4.129





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Alles, was Buchela sich wünscht und liebt, scheint ihr verloren zu gehen: Der Lieblingsbruder bei einem Unfall, der Vater im 1. Weltkrieg, das ersehnte Kind stirbt bei der Geburt, und während des Nationalsozialismus wird ihre Familie wie alle Sinti und Roma als asozial und kriminell verfolgt. Die Mutter stirbt in Auschwitz. Wäre da nicht ihre Gabe, Buchela würde an diesem Leben verzweifeln. Doch ihre Vorhersage, dass Konrad Adenauer 1949 den Wahlsieg erringen wird, macht sie schlagartig berühmt. Madame Buchela wird zur Pythia von Bonn.

 

Monika Littau wurde 1955 in Dorsten geboren. Nach dem Studium der Germanistik, Geografie und Musikwissenschaft in Bochum und Münster arbeitete sie mehr als 20 Jahre in Forschung, Bildung und Kultur-/Literaturförderung, zuletzt im Kulturministerium Nordrhein-Westfalen. Sie lebt heute als freie Autorin im Ruhrgebiet und im Rheinland. Sie verfasst Lyrik, Prosa, Kinderliteratur, schrieb für Hörfunk und Bühne und veröffentlichte Sachbücher. Zuletzt erschienen das Kinderbuch Alphabetta in Alphabettanien (2007) und der Lyrikband beim überschreiten des taupunkts (2011). Vom Sehen und Sagen. Die Buchela ist ihr erster Roman. Für ihre literarische Arbeit wurde sie mehrfach ausgezeichnet: Nominierung für den Deutschen und Internationalen Kurzgeschichtenwettbewerb in Arnsberg, Förderpreis für junge Künstlerinnen und Künstler des Landes Nordrhein-Westfalen, Arbeitsstipendien des Landes Nordrhein-Westfalen und des International Writers and Translators’ Center of Rhodes (iwtcr).

 

Presse

Kaipesina kaipenana so beginnen südeuropäische Roma oft ihre Geschichten: Es war es war nicht. Und besser als mit diesen Worten kann man auch nicht den Biographieroman 'Vom Sehen und Sagen. Die Buchela' charakterisieren, den die ... Schriftstellerin Monika Littau jetzt veröffentlicht hat. 'Buchela': So lautet der Sinti Künstlername der RomanFigur, doch Namen hatte sie noch mehr. 'Zigeunergrete' nannte man sie in der Heimat, bürgerlich hieß sie aber Margarethe Goussanthier, geborene Meerstein. Als Pythia von Bonn wurde sie in der Nachkriegszeit bekannt. Als Hellseherin soll die Buchela als Beraterin von Konrad Adenauer und weltweit von vielen anderen Prominenten und Adeligen tätig gewesen sein. Wer und was war diese Buchela, wer und was war sie nicht? Buchela lebte zwischen Fronten, zwischen rationalem Urteil und ihrer Intuition, zwischen Verächtern und Klienten, erklärt Monika Littau: Wurde der Lächerlichkeit preisgegeben, wurde gleichzeitig verehrt. Viele Auskünfte über die Buchela, die im Jahr 1986 verstarb, hat die Autorin nur unter vier Augen erfahren. 'Ich habe akribisch Informationen gesammelt, um sie dann möglichst wieder zu vergessen, damit ich mich der Buchela nähern konnte.' So ist ein Roman entstanden, eine Fiktion, die sich so weit wie möglich an der Biographie orientiert. Auch wenn diese mehr oder weniger im Dunkeln liegt. 'Es gibt nur wenig Verbrieftes', sagt Monika Littau. Was in SintiFamilien nichts Ungewöhnliches sei: ... Selbst Ton und Filmdokumente mit Originalaufnahmen von Margarethe Goussanthier seien überwiegend tendenziös geschnitten und kommentiert. Was ist Dichtung, was ist Wahrheit? 'Es ist alles eine Mischung von beiden', musste die Autorin feststellen. ...Und so ist das Buch auch ein interessantes und spannendes Kaleidoskop deutscher Vor und Nachkriegs Geschichte.  

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Lopatto, Valerian/Pilipenko, Anatolij: "Eine Spur von mir".

Rückblick auf die Jahre der Zwangsarbeit, 2007, ISBN 978-3-8196-0692-2, kart. 20 x 21 cm. 132 S. (einige Texte auch in russisch) mit 41 Zeichnungen Valerian Lopatto, Zeichnungen (2001-2007) Anatolij Pilipenko, Tagebuchnotizen (1944-1945) Hrsg.W. Jachnow, W. Matthäus, H. Rieck, Th. Weiß.  €13,90

 

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Eine Spur von mir

Dieser Band Lopatto - Pilipenko, Eine Spur von mir stellt in zwei Teilen Zeugnisse zum Thema Zwangsarbeit im Ruhrgebiet vor: ein künstlerisches und ein literarisches Vermächtnis. Die Zeichnungen von Valerian Lopatto entstanden erst 60 Jahre danach zwischen 2001 und 2007, während Anatolij Pilipenko sein Tagebuch bereits im Sommer 1945, nach der Befreiung von Krieg, Zwangsarbeit und Haft unter dem Eindruck des unmittelbar Erlebten in einem Hattinger Arbeitserziehungslager schrieb. Lopatto schenkte seine Bilder nach Ausstellungen in Bochum und Essen den beiden Städten. Pilipenko sandte sein Tagebuch an das Stadtarchiv Hattingen. Beide Dokumente sprechen durch ihre Authentizität zu uns erschüttern mit unterschiedlicher Dramatik. "Wir durften nicht einmal mit anderen sprechen. Hier durfte man sich nicht einmal frei bewegen. In Deutschland hatten wir keinen Vor- und Nachnamen. Wir kannten einander nur mit Nummern. Mit großen Buchstaben malte "der Maler" auf den Rücken "KZ". Er schor unsere Haare. Geschoren, beschmiert, zerschlagen. Zwei Wochen durften wir uns weder rasieren noch waschen. Unsere Nächte wurden unterbrochen, einmal mindestens. Man musste aufrecht auf einem Fuß stehen oder wie ein Frosch springen und laufen. Der Kommandant schlug immer den, der am gesündesten zu sein schien. Dabei schlug er immer mit einem Lächeln" (A. Pilipenko S. 9)

 

Presse:

"Valerian Lopatto schildert in seinen Bildern eindrüclklich die Bedrohung und die Härte des Alltags. Er zeigt Menschen bei der Arbeit, aber auch Menschen, die hungrig an der Küchenbaracke auf ihre Ration Wassersuppe warten" (WAZ Hattingen 15.2.2008)

 

"Beide Dokumente, der Bilderzyklus und die Tagebuchnotizen, haben herausragende lokalgeschichtliche Bedeutung, daneben aber auch beachtliche künstlerische Wucht ".(Tom Thelen, WAZ Bochum 19.1.08)

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Dieser Band Lopatto - Pilipenko, Eine Spur von mir stellt in zwei Teilen Zeugnisse zum Thema Zwangsarbeit im Ruhrgebiet vor: ein künstlerisches und ein literarisches Vermächtnis. Die Zeichnungen von Valerian Lopatto entstanden erst 60 Jahre danach zwischen 2001 und 2007, während Anatolij Pilipenko sein Tagebuch bereits im Sommer 1945, nach der Befreiung von Krieg, Zwangsarbeit und Haft unter dem Eindruck des unmittelbar Erlebten in einem Hattinger Arbeitserziehungslager schrieb. Lopatto schenkte seine Bilder nach Ausstellungen in Bochum und Essen den beiden Städten. Pilipenko sandte sein Tagebuch an das Stadtarchiv Hattingen. Beide Dokumente sprechen durch ihre Authentizität zu uns erschüttern mit unterschiedlicher Dramatik. "Wir durften nicht einmal mit anderen sprechen. Hier durfte man sich nicht einmal frei bewegen. In Deutschland hatten wir keinen Vor- und Nachnamen. Wir kannten einander nur mit Nummern. Mit großen Buchstaben malte "der Maler" auf den Rücken "KZ". Er schor unsere Haare. Geschoren, beschmiert, zerschlagen. Zwei Wochen durften wir uns weder rasieren noch waschen. Unsere Nächte wurden unterbrochen, einmal mindestens. Man musste aufrecht auf einem Fuß stehen oder wie ein Frosch springen und laufen. Der Kommandant schlug immer den, der am gesündesten zu sein schien. Dabei schlug er immer mit einem Lächeln" (A. Pilipenko S. 9)

 

Presse:

"Valerian Lopatto schildert in seinen Bildern eindrüclklich die Bedrohung und die Härte des Alltags. Er zeigt Menschen bei der Arbeit, aber auch Menschen, die hungrig an der Küchenbaracke auf ihre Ration Wassersuppe warten" (WAZ Hattingen 15.2.2008)

 

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Schanzara, Tana: Jeden Morgen dasselbe Theater

Erinnerungen, Geschichten, Lieder. Ursprl. hrsg. von Max Christian Graeff, Neubearbeitung hrsg. von Jutta van Asselt mit Texten von Hans Peter Doll, Peter Turrini und einem Vorwort von Elmar Goerden. 2. neubearb. u. erw. Aufl. Bochum 2010, ISBN 978-3-8196-0766-0, kart. 176  S. 18 x 11,5 cm. mit zahlreichen s/w Fotos. € 9,90

 


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Jeden Morgen dasselbe Theater

Tana Schanzara eigentlich Schwanzara aus dem tschechischen Tschenzera *1925 in Kiel, gest. 2008 in Bochum war ein echtes Künstlerkind (Vater Komponist, Mutter Opernsängerin). Sie spielte unendlich viele ernste und große Rollen und gehörte seit 1956 bis zu Ihrem Tode zum Ensemble des Bochumer Schauspielhauses. Bekannt wurde sie aber vor allem als "Volksschauspielerin" und "Perle des Ruhrgebiets". Sie begeisterte neben dem Theater in vielen Filmen und mit ihren Liederabenden. In diesem neubearbeiteten Buch, das in seiner ersten Auflage 1997 im Econ Verlag erschien, erzählt sie eigenwillig und humorvoll - durch zahlreiche Fotos untermauert - aus ihrem ungewöhnlichen Leben und stellt ihre Lieder vor. Die Menschen nicht nur des Ruhrgebietes liebten ihre Tana und so soll dieses Buch ein kleines literarisches Denkmal für Tana sein...!

 

Vita:

Tana Schanzara, eigentlich Schwanzara, eingedeutscht aus dem tschechischen Tschenzera, war ein echtes Künstlerkind. Ihr Vater war Komponist und Baßbuffo, ihre Mutter Opernsängerin. So war es nicht verwunderlich, dass auch Tana früh auf der Bühne stand. Sie hat    unendlich viele ernste, große Rollen gespielt und gehörte 52 Jahre zum Ensemble des Schauspielhauses Bochum. Doch wurde sie auch eine bekannte und verehrte »Volksschauspielerin«, die in zahlreichen Filmen begeisterte. Großen Erfolg hatte sie auch mit ihren Liederabenden. Tana Schanzara wurde 1925 in Kiel geboren. Nach zahlreichen Engagements, u.a. in Oldenburg und Gelsenkirchen, gehörte sie seit 1956 zum festen Ensemble des Schauspielhauses Bochum. Sie starb an ihrem 83. Geburtstag am 19.12.2008 in Bochum.
Ausgezeichnet wurde Sie mit zahlreichen - ihr selbst eigentlich
unwichtigen - Ehrungen, so u.a. dem Bundesverdienstkreuz
1. Klasse, dem „Steiger-Award“ und dem Ehrentitel „Bürgerin des Ruhrgebiets

 

Aus dem Vorwort von Elmart Goerden:

Ein Vorwort in einem Buch, in dem Tana Schanzara selbst erzählt, ist eigentlich vollkommen überflüssig. Denn nirgends offenbart sich Art und Eigenart besser als in ihren eigenen Worten. Über Tana erzählen ist dagegen besonders schwer. Denn hat man das alles nicht schon                so oft gehört? Tana, das Original - Tana, die Duse vom Pott - Tana, die Perle von der Emscher? Natürlich sind das mehr als verdiente Ehrentitel, daraus können aber auch schnell bequeme Schubladen werden. Und wenn die Frau Schwanzara (kein Druckfehler! Aufklärung im Buch) irgendwo nicht hineingehört, dann in eine Schublade. Mag sie auch noch so schön verziert sein, die Schublade. Darin geht einfach zuviel von dem verloren, was            Tana Schanzara wirklich unverwechselbar macht.

 

Sie war sicher eine der professionellsten Schauspielerinnen, die ich je erlebt habe. Sie hatte ein eisernes Berufsethos und ein sehr genaues, unbestechliches Auge für Qualität, quer durch Jahrzehnte Theatergeschichte, für die man eigentlich zwei bis drei Leben gebraucht hätte (Schalla, Zadek, Peymann, Steckel etc.). Ihr Humor schöpfte nicht nur aus einem hellen Gemüt, sondern sicher auch aus einem schattigen (das man allerdings nicht so gut sehen konnte), auch aus Wissen um Schmerz und Verlust, vielleicht, wer weiß, manchmal auch aus Einsamkeit. Tanas Witz hatte nichts Schenkelklopfendes, sondern der wohnte irgendwo tiefer drinnen oder besser: mitten im Leben. In meiner ersten Bochumer Inszenierung, der „Stunde da wir nichts von einander wussten“, liess sie sich als Tod in einer Sänfte über die Bühne tragen, bleichgeschminkt aber fröhlich ins Publikum winkend.

 

Tana konnte eine astreine Nervensäge sein, dabei aber gleichzeitig auch überzeugend eine vollkommen pflegeleichte Person markieren. Da frage man bei ihrer mit Gold und Kohle nicht aufzuwiegenden Adoptivtochter Jutta nach, ohne die Tana sicher nicht so lange auf der Bühne und im Leben gestanden hätte. Tana hat immer gespielt, war aber dabei gleichzeitig vollkommen echt. Und wer da jetzt denkt, das seien doch unvereinbare Widersprüche, der hat von Tanas Wesen nichts verstanden. Ich bin deshalb so misstrauisch, wenn mir Leute erzählen wollen, wie „uns Tana“ wirklich war, weil ich allein schon in den paar Jahren, die ich sie habe erleben dürfen, so viele ihrer Facetten gesehen habe, dass die schwer in einen einzelnen Menschen passen. Größte Erfahrung gepaart mit einer selbstverständlichen Bereitschaft, sich immer wieder auf Neues einzulassen, ohne Besserwisserei und Nostalgie (Tana saß eigentlich immer bei den jungen Kollegen). Das Publikum ernstzunehmen und es jeden Abend abzuholen wie die eigene Familie. Das große Herz nicht nur vor sich herzutragen, sondern es täglich einer Art seelischen Gymnastik zu unterziehen - im Machen, besonders auch im Treu-sein. Tana war immer auch eine Haltung, etwas tief Unverbrüchliches, eine Verlässlichkeit....

 

Presse:

„Dem Mimen flicht die Nachwelt keine Kränze“, heißt es in Schillers „Wallenstein“. Gemeint ist damit die Vergänglichkeit der Schauspielkunst. In Zeiten der Reproduzierbarkeit des Kunstwerks, und auch des Theaterspiels mit Hilfe der elektronischen Medien, gilt dieses betrübliche Urteil nicht mehr. Und so ist Tana Schanzara auch nach ihrem Tod vor zwei Jahren in verschiedenen Film- und Fernsehaufnahmen präsent. Und auch ihre typische Stimme ist jedem noch im Ohr, der die Revier-Duse einmal in ihren legendären Soli in den Kammerspielen erlebt hat. Doch Tana im Original? Da gibt es nur wenige Zeugnisse.

Wichtige Erinnerungen an jene Zeit, als Tana noch das Schauspielhaus aufmischte, bilden sicherlich ihre Memoiren, die in einer ersten Auflage 1997 im Econ Verlag erschienen sind. Der Titel bezieht sich – soweit erinnerlich – auf eine Zeile aus ihrem musikalischen Ohrwurm „Vatta aufstehn!“. Durchaus doppeldeutig hat Tana seinerzeit ihre Memoiren „Jeden Morgen dasselbe Theater“ betitelt. Mit dem für sie typischen schnoddrigen und sympathischen Tonfall, der indessen nie beleidigend war, erzählte Tana darin von ihrem Leben vor, hinter und abseits der Kulissen.

Elmar Goerden schrieb das Vorwort

Seit etlichen Jahren war Tanas gedruckter Rückblick allerdings vergriffen. Schon kurz nach ihrem Tod im Jahre 2008 war die Idee entstanden, „Jeden Morgen dasselbe Theater“ erneut zu veröffentlichen. Der Bochumer Brockmeyer-Verlag machte sofort mit ,,und es hat geklappt: Die Neuerscheinung wird im Schauspielhaus beim Abschiedsfestival „Ohne Alles“ am 26./27. Juni ausliegen, vorgestellt und natürlich auch im Handel zu bekommen sein.

Der scheidende Intendant hat es sich nicht nehmen lassen, das Vorwort zu schreiben, das er eigentlich als überflüssig erachtet, denn nirgends offenbart sich (Tanas) Art und Eigenart besser als in ihren eigenen Worten. Und davon sind im Buch natürlich genügend zu finden. Doch dann legt Elmar Goerden trotzdem los: „Sie war sicher eine der professionellsten Schauspielerinnen, die ich je erlebt habe.“ Sie habe ein „sehr genaues, unbestechliches Auge für Qualität“ besessen, „quer durch Jahrzehnte Theatergeschichte“. Elmar Goerden wehrt sich gegen jedes Klischee, das für Tana erfunden worden ist: Tana, die Duse vom Pott, oder ähnliches. Er selbst habe „schon in den paar Jahren, die ich sie habe erleben dürfen, so viele ihrer Facetten gesehen, dass sie schwer in einen einzelnen Menschen passen“. Tana habe größte Erfahrung gepaart mit einer selbstverständlichen Bereitschaft, sich immer wieder auf etwas Neues einzulassen, „ohne Besserwisserei und Nostalgie“.

Ihr Verdienst sei es, „das große Herz nicht nur vor sich her getragen, sondern es täglich einer Art seelischen Gymnastik unterzogen zu haben – im Machen, besonders auch im Treu-Sein“.

WAZ 22.6.10  (W. Streletz)

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Jeden Morgen dasselbe Theater

9,90inkl. MwSt.
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Tana Schanzara eigentlich Schwanzara aus dem tschechischen Tschenzera *1925 in Kiel, gest. 2008 in Bochum war ein echtes Künstlerkind (Vater Komponist, Mutter Opernsängerin). Sie spielte unendlich viele ernste und große Rollen und gehörte seit 1956 bis zu Ihrem Tode zum Ensemble des Bochumer Schauspielhauses. Bekannt wurde sie aber vor allem als "Volksschauspielerin" und "Perle des Ruhrgebiets". Sie begeisterte neben dem Theater in vielen Filmen und mit ihren Liederabenden. In diesem neubearbeiteten Buch, das in seiner ersten Auflage 1997 im Econ Verlag erschien, erzählt sie eigenwillig und humorvoll - durch zahlreiche Fotos untermauert - aus ihrem ungewöhnlichen Leben und stellt ihre Lieder vor. Die Menschen nicht nur des Ruhrgebietes liebten ihre Tana und so soll dieses Buch ein kleines literarisches Denkmal für Tana sein...!

 

Vita:

Tana Schanzara, eigentlich Schwanzara, eingedeutscht aus dem tschechischen Tschenzera, war ein echtes Künstlerkind. Ihr Vater war Komponist und Baßbuffo, ihre Mutter Opernsängerin. So war es nicht verwunderlich, dass auch Tana früh auf der Bühne stand. Sie hat    unendlich viele ernste, große Rollen gespielt und gehörte 52 Jahre zum Ensemble des Schauspielhauses Bochum. Doch wurde sie auch eine bekannte und verehrte »Volksschauspielerin«, die in zahlreichen Filmen begeisterte. Großen Erfolg hatte sie auch mit ihren Liederabenden. Tana Schanzara wurde 1925 in Kiel geboren. Nach zahlreichen Engagements, u.a. in Oldenburg und Gelsenkirchen, gehörte sie seit 1956 zum festen Ensemble des Schauspielhauses Bochum. Sie starb an ihrem 83. Geburtstag am 19.12.2008 in Bochum.
Ausgezeichnet wurde Sie mit zahlreichen - ihr selbst eigentlich
unwichtigen - Ehrungen, so u.a. dem Bundesverdienstkreuz
1. Klasse, dem „Steiger-Award“ und dem Ehrentitel „Bürgerin des Ruhrgebiets

 

Aus dem Vorwort von Elmart Goerden:

Ein Vorwort in einem Buch, in dem Tana Schanzara selbst erzählt, ist eigentlich vollkommen überflüssig. Denn nirgends offenbart sich Art und Eigenart besser als in ihren eigenen Worten. Über Tana erzählen ist dagegen besonders schwer. Denn hat man das alles nicht schon                so oft gehört? Tana, das Original - Tana, die Duse vom Pott - Tana, die Perle von der Emscher? Natürlich sind das mehr als verdiente Ehrentitel, daraus können aber auch schnell bequeme Schubladen werden. Und wenn die Frau Schwanzara (kein Druckfehler! Aufklärung im Buch) irgendwo nicht hineingehört, dann in eine Schublade. Mag sie auch noch so schön verziert sein, die Schublade. Darin geht einfach zuviel von dem verloren, was            Tana Schanzara wirklich unverwechselbar macht.

 

Sie war sicher eine der professionellsten Schauspielerinnen, die ich je erlebt habe. Sie hatte ein eisernes Berufsethos und ein sehr genaues, unbestechliches Auge für Qualität, quer durch Jahrzehnte Theatergeschichte, für die man eigentlich zwei bis drei Leben gebraucht hätte (Schalla, Zadek, Peymann, Steckel etc.). Ihr Humor schöpfte nicht nur aus einem hellen Gemüt, sondern sicher auch aus einem schattigen (das man allerdings nicht so gut sehen konnte), auch aus Wissen um Schmerz und Verlust, vielleicht, wer weiß, manchmal auch aus Einsamkeit. Tanas Witz hatte nichts Schenkelklopfendes, sondern der wohnte irgendwo tiefer drinnen oder besser: mitten im Leben. In meiner ersten Bochumer Inszenierung, der „Stunde da wir nichts von einander wussten“, liess sie sich als Tod in einer Sänfte über die Bühne tragen, bleichgeschminkt aber fröhlich ins Publikum winkend.

 

Tana konnte eine astreine Nervensäge sein, dabei aber gleichzeitig auch überzeugend eine vollkommen pflegeleichte Person markieren. Da frage man bei ihrer mit Gold und Kohle nicht aufzuwiegenden Adoptivtochter Jutta nach, ohne die Tana sicher nicht so lange auf der Bühne und im Leben gestanden hätte. Tana hat immer gespielt, war aber dabei gleichzeitig vollkommen echt. Und wer da jetzt denkt, das seien doch unvereinbare Widersprüche, der hat von Tanas Wesen nichts verstanden. Ich bin deshalb so misstrauisch, wenn mir Leute erzählen wollen, wie „uns Tana“ wirklich war, weil ich allein schon in den paar Jahren, die ich sie habe erleben dürfen, so viele ihrer Facetten gesehen habe, dass die schwer in einen einzelnen Menschen passen. Größte Erfahrung gepaart mit einer selbstverständlichen Bereitschaft, sich immer wieder auf Neues einzulassen, ohne Besserwisserei und Nostalgie (Tana saß eigentlich immer bei den jungen Kollegen). Das Publikum ernstzunehmen und es jeden Abend abzuholen wie die eigene Familie. Das große Herz nicht nur vor sich herzutragen, sondern es täglich einer Art seelischen Gymnastik zu unterziehen - im Machen, besonders auch im Treu-sein. Tana war immer auch eine Haltung, etwas tief Unverbrüchliches, eine Verlässlichkeit....

 

Presse:

„Dem Mimen flicht die Nachwelt keine Kränze“, heißt es in Schillers „Wallenstein“. Gemeint ist damit die Vergänglichkeit der Schauspielkunst. In Zeiten der Reproduzierbarkeit des Kunstwerks, und auch des Theaterspiels mit Hilfe der elektronischen Medien, gilt dieses betrübliche Urteil nicht mehr. Und so ist Tana Schanzara auch nach ihrem Tod vor zwei Jahren in verschiedenen Film- und Fernsehaufnahmen präsent. Und auch ihre typische Stimme ist jedem noch im Ohr, der die Revier-Duse einmal in ihren legendären Soli in den Kammerspielen erlebt hat. Doch Tana im Original? Da gibt es nur wenige Zeugnisse.

Wichtige Erinnerungen an jene Zeit, als Tana noch das Schauspielhaus aufmischte, bilden sicherlich ihre Memoiren, die in einer ersten Auflage 1997 im Econ Verlag erschienen sind. Der Titel bezieht sich – soweit erinnerlich – auf eine Zeile aus ihrem musikalischen Ohrwurm „Vatta aufstehn!“. Durchaus doppeldeutig hat Tana seinerzeit ihre Memoiren „Jeden Morgen dasselbe Theater“ betitelt. Mit dem für sie typischen schnoddrigen und sympathischen Tonfall, der indessen nie beleidigend war, erzählte Tana darin von ihrem Leben vor, hinter und abseits der Kulissen.

Elmar Goerden schrieb das Vorwort

Seit etlichen Jahren war Tanas gedruckter Rückblick allerdings vergriffen. Schon kurz nach ihrem Tod im Jahre 2008 war die Idee entstanden, „Jeden Morgen dasselbe Theater“ erneut zu veröffentlichen. Der Bochumer Brockmeyer-Verlag machte sofort mit ,,und es hat geklappt: Die Neuerscheinung wird im Schauspielhaus beim Abschiedsfestival „Ohne Alles“ am 26./27. Juni ausliegen, vorgestellt und natürlich auch im Handel zu bekommen sein.

Der scheidende Intendant hat es sich nicht nehmen lassen, das Vorwort zu schreiben, das er eigentlich als überflüssig erachtet, denn nirgends offenbart sich (Tanas) Art und Eigenart besser als in ihren eigenen Worten. Und davon sind im Buch natürlich genügend zu finden. Doch dann legt Elmar Goerden trotzdem los: „Sie war sicher eine der professionellsten Schauspielerinnen, die ich je erlebt habe.“ Sie habe ein „sehr genaues, unbestechliches Auge für Qualität“ besessen, „quer durch Jahrzehnte Theatergeschichte“. Elmar Goerden wehrt sich gegen jedes Klischee, das für Tana erfunden worden ist: Tana, die Duse vom Pott, oder ähnliches. Er selbst habe „schon in den paar Jahren, die ich sie habe erleben dürfen, so viele ihrer Facetten gesehen, dass sie schwer in einen einzelnen Menschen passen“. Tana habe größte Erfahrung gepaart mit einer selbstverständlichen Bereitschaft, sich immer wieder auf etwas Neues einzulassen, „ohne Besserwisserei und Nostalgie“.

Ihr Verdienst sei es, „das große Herz nicht nur vor sich her getragen, sondern es täglich einer Art seelischen Gymnastik unterzogen zu haben – im Machen, besonders auch im Treu-Sein“.

WAZ 22.6.10  (W. Streletz)


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