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Presse und Buchbesprechungen

J. Wilbert: Redensart (WAZ 18.7.14)

Pressemitteilung der Schillerstiftung für Jürgen K. Hultenreich

Hugo Ernst Käufer 85

WAZ vom 13.2.12
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Krimi von der dunklen Seite des Lebens

 

Rainer Küster, Rüdiger Schneider

Wolfszorn

Kriminalroman aus dem Ruhrgebiet

 

Wenn die Kommissare Brenner und Rogalla nach der Aufklärung ihres Falles in Rainer Küsters und Rüdiger Schneiders drittem gemeinsamen Kriminalroman „Wolfszorn“ (Brockmeyer Verlag, 12,90 Euro) auf ein Bier im Bochumer Café Tucholsky sitzen, weiß der Leser, dass Polizeiarbeit Spuren hinterlässt. „Der Fall ist ungewöhnlich“, heißt es im Roman, und diese Feststellung ist nicht übertrieben, denn die Kommissare werden mit der Erkenntnis konfrontiert, dass der Mörder kein Mensch, sondern ein Wolf ist.

 

Das hat zur Folge, dass den Kommissaren eine Profilerin zur Seite gestellt wird, die helfen soll, Licht ins Dunkel zu bringen. Eine andere Frau, eine Praktikantin, ist durch ihre forsche Art eine Hilfe für das Ermittlungsteam. Beide Kommissare reagieren unterschiedlich auf die Anwesenheit der Frauen, was auf einer ganz anderen als der Mord-Ebene schon interessant und lesenswert ist. Überhaupt geht es in diesem Kriminalfall um Liebe in all ihren Spielarten und um den Tod, der kein natürlicher ist, ausgelöst von einem Ereignis in der Vergangenheit, an dem die Opfer beteiligt waren.

 

Auge um Auge

 

Der Kreis der Opfer ist eine Clique, deren Mitglieder befreundet sind und verheiratet. Jede dieser Ehen ist belastet oder schon längst keine mehr, ein Wust aus Untreue, Gleichgültigkeit und Verrat. Und einer steht dabei, Jochen Buchholz, der eigentlich nicht dazu gehört.

 

Aber es geht auch um Gerechtigkeit, wenn man Rache aus einem verständlichen Blickwinkel so bezeichnen will. Bei jedem Ermordeten findet man eine rote Karte mit der Aufschrift „Ex 21“, die auf das zweite Buch Mose hinzuweisen scheint: „Auge um Auge, Zahn und Zahn.“

 

Rainer Küster und Rüdiger Schneider haben mit ihrem dritten Krimi ein außergewöhnliches Buch geschrieben, in dem alles passt, die vielen agierenden Figuren, die Spannung, auch die klare schnörkellose Sprache. Kenntnisreich beschreiben sie das Milieu des Ruhrgebiets, die Liebe zum Fußball, die auch ihre eigene ist. Und last not least haben sie ein Gespür für Auftritte, Abgänge und große Momente, was auf der dunklen Seite des Lebens von Vorteil ist. (Michael Starcke, WAZ vom 15. 11. 2011)



Spicker, Friedemann: Die Welt ist voller Sprüche.

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Irgendwo zwischen Poesie und Philosophie

Begegnung mit einem Fachmann für Aphorismen

 

Der Literaturwissenschaftler Friedemann Spicker widmet seit Jahrzehnten seine Forschungsarbeit einem einzigen Thema: dem Aphorismus.

KERSTIN KOTTERBA, KNA

"Lieber ein Bund fürs Leben als ein Leben für den Bund".

 

In der Werbung, im Arbeitsleben, überall bringen wenige Worte die Dinge spielerisch und mit Witz auf den Punkt. "Die Welt ist voller Sprüche", sagt Friedemann Spicker. Der 66-Jährige hat es sich zur Lebensaufgabe gemacht, die Menschen für diese knappe literarische Form zu begeistern. Seit vier Jahrzehnten schon sammelt der inzwischen pensionierte Lehrer aus Thomasberg bei Bonn Sprüche, oder um es wissenschaftlich korrekt auszudrücken: Aphorismen. Wenn man diese nicht einfach abnicken kann, wenn sie pointiert formuliert sind und sprachlich eindrucksvoll durch Antithesen, Paradoxa oder Sprachwitz gekennzeichnet sind - "dann ist es ein besonders guter Aphorismus", so Spicker. Angesiedelt irgendwo zwischen Poesie und Philosophie. Ein Beispiel liefert der Experte gleich mit: "Erleben gibt Fülle, Verzicht Profil." Dieser Aphorismus sei "in seiner Knappheit großartig", lautet Spickers Urteil.

 

Den Aphorismus in seiner heutigen Gestalt gibt es seit dem 17. Jahrhundert. Aber die Wurzeln reichen zurück bis zum griechischen Philosophen Sokrates. Das Christentum fasste Lebensweisheiten in kurzen, einprägsamen Sätzen zusammen - auch wenn sich darunter, wie Spicker meint, "keine großen Innovationen" finden. Inhaltlich stünden hier Themen wie Schuld und Vergebung im Vordergrund.

 

Spicker selbst begeisterte sich für Aphorismen bereits während seiner Schulzeit. Allerdings blieb das Interesse lange Zeit lediglich auf die Freizeit beschränkt. Nach Studium und Promotion ging er erst einmal in den Schuldienst. Als seine Frau ein Lehrangebot in Amsterdam bekam, ging Spicker mit, zog sich aus dem Schuldienst zurück und verschrieb sich nun ganz dem Sammlen und Erforschen der kurzen Sprüche und Lebensweisheiten.

 

Das Ergebnis seiner Studien sind etliche weitere Veröffentlichungen, darunter der 1000-seitige Wälzer "Der deutsche Aphorismus im 20. Jahrhundert". Irgendwann habe er dann auch noch ein Buch schreiben wollen, das nicht nur die Spezialisten auf dem Gebiet interessiert, erklärt Spicker. Das Ergebnis liegt seit Herbst vor: "Die Welt ist voller Sprüche" dokumentiert die großen Aphoristiker von Arthur Schopenhauer bis Jean Paul.

 

Darüber hinaus rief Spicker in Zusammenarbeit mit dem Aphorismen-Fan Jürgen Wilbers 2005 das "Deutsche Aphorismus-Archiv" ins Leben. Es ist im Museum von Hattingen untergebracht. Ebenfalls mit Wilbers organisiert Spicker alle zwei Jahre internationale Aphoristikertreffen. Auch seine Frau hat er mit seiner Leidenschaft angesteckt. Gemeinsam haben die beiden die "Angelika und Friedemann Spicker-Stiftung zur Förderung des Aphorismus" gegründet.


Info Bücher von Friedemann Spicker

Der deutsche Aphorismus im 20. Jahrhundert; Niemeyer Verlag, 1000 S.., 162 Euro.

Aphorismen der Weltliteratur; Bibliothek Reclam, 374 S., 22.90 Euro.

Die Welt ist voller Sprüche, ISBN 978-3-8196-0767-7, (s. Art. Nr. 704)  Brockmeyer Verlag 2010, 176 S., 11.90 Euro.

Peter Märkert: Jeder Einzelne

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Opfer wird am Ufer der Ruhr gefunden.

Peter Märkert hat mit 'Jeder Einzelne' einen in Bochum spielenden Krimi geschrieben.

Lutz Tomala (WAZ 29.5.2010)

"Eine Überdosis K.-o. Tropfen, ein Beziehungsdrama, eine Übermacht an Indizien - der Ruhrgebietskrimi  'Jeder Einzelne'  von Peter Märkert bietet spannende Unterhaltung mit Heimatgefühlen...Atemlos schnell, ohne viele Schnörkel schildert der Autor einen Justizirrtum, Beziehungen, die daran zu zerbrechen drohen und schließlich eine dramatische Auflösung... Schnell und kurz  folgen die Sätze aufeinander, ziehen den Leser sofort hinein in die Handlung. Die Dialoge sind knapp, aus dem Leben gegriffen. Wie bei einem Detektivroman erlebt der Leser gleich auf den ersten Seiten den Mord an Christina Wieden durch eine Überdosis. Wer der Täter ist, bleibt indes unklar. Gefunden wird das Opfer am nächsten Morgen am Ufer der Ruhr. Schnell fällt der Verdacht auf Marco, ihren Freund. Alle Beweise sprechen gegen ihn. Nur der Leser weiß: Er kann es nicht gewesen sein. Und so muss der Leser miterleben, wie der Protagonist verhaftet wird und die Gerichtsverhandlung gegen ihn beginnt.  Doch jetzt geht die Geschichte erst richtig los. Gekonnt  wechselt der Autor zwischen den verschiedenen Personen, manchmal erhascht man sogar einen Blick durch die Augen des Täters. Marcos Freunde versuchen nun die Geschehnisse der Mordnacht  zu rekonstruieren. Gleichzeitig erlebt der, was es heißt, unschuldig im Gefängnis zu sitzen - ein wahrer Höllentrip. Nach und nach setzt Märkert das Puzzle zusammen, erst kurz vor dem Finale scheint der Fall klar zu sein. Aber wie beweist man so etwas und kann es wirklich wahr sein?...

Die Erfahrenungen aus den Jobs und dem Studium lässt Peter Märkert offen in seinen Krimi mit einfließen, ebenso wie die Ortskenntnis. Kein Wunder also, dass man viele Szenen in Bochum genau rekonstruieren kann.

2010*, *Texte aus drei Dekaden Literarische Werkstatt Marl

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Literarische Werkstatt feiert ihren 30. Geburtstag

28. Mai 2010 12:49

HÜLS. Den Kampf mit dem weißen Blatt haben ihre Mitglieder immer wieder gewonnen: Die Literarische Werkstatt der insel feierte ihren 30. Geburtstag mit einer Lesung und Musik in der AV-Fördermaschinenhalle.

Sie ist möglicherweise die älteste Literaturwerkstatt weit und breit, aber Alterserscheinungen zeigt sie keine.

In der Lesung auf AV präsentierten fünf Autoren aktuelle Arbeiten, von apokalyptischen Visionen über satirische Seitenhiebe bis zu leiser eindringlicher Lyrik und Prosa. Die Lesung fand im Rahmen der Schachtzeichen-Aktionen auf dem Bergwerk AV statt.

„Eine Perle der Marler Kultur“ nannte Marls stellvertretender Bürgermeister Rüdiger Schwärtzke die Literarische Werkstatt.

Schreiben tut manchmal auch weh: Wie sehr Autoren mit Kritikern, Verlegern, Lektoren und sich selbst kämpfen, um die weißen Blätter oder Word-Dateien zu füllen, das machten der Leiter der Literarischen Werkstatt, Werner Schlegel, und Klaus Märkert auf ironisch-satirische Weise deutlich.

Menschen unterschiedlichen Alters und verschiedener Berufe arbeiten in der Werkstatt gemeinsam an ihren Texten. Das war immer ihre Stärke Die Lesung am Donnerstag machte wieder einmal deutlich, dass sie in den letzten Jahren dadurch ein beachtliches Niveau erreicht und gehalten hat.

(Marler Zeitung 28.5.2010)

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In der Marler Schreibwerkstatt wurde in 30 Jahren so manches Talent wach

  WAZ , Marl, 24.02.2010, res

Marl. Eine Handvoll Schreibinteressierter traf sich 1980 in der insel mit dem Ziel, literarisches Schreiben, Alltagssprache, Arbeits- und Alltagswelt miteinander zu verbinden. Sie schrieben Kurzgeschichten und Gedichte, feilten an Inhalten und Worten, spielten Geburtshelfer für literarische Texte.

Heute feiert die Schreibwerkstatt ihr 30-jähriges Bestehen. Ein in der Bundesrepublik wohl einmaliges Datum. Zum Jubiläum haben insel-Studienleiter Dr. Ulrich Brack, die ehemalige und der jetzige Leiter der Werkstatt, Iris Harlammert und Werner Schlegel, eine Anthologie mit Texten aus dieser Zeit herausgegeben.

„Fünf, sechs Teilnehmer waren eigentlich zu wenig für einen Volkshochschulkurs”, erinnert sich Dr. Ulrich Brack an die Anfänge. Er ergriff damals die Initiative zur Gründung der Schreibwerkstatt, knüpfte Kontakte zu Schriftstellern im Ruhrgebiet. Der erste Leiter der Werkstatt war der Arbeiterschriftsteller Richard Limpert aus Gelsenkirchen. Nach nur zwei Jahren war die Teilnehmerzahl auf über 20 angestiegen.

Schriftsteller erwachen aus dem Dornröschenschlaf

Es waren Alte und Junge, Akademiker, aber auch „einfache Leute”: Köchinnen, Schneiderinnen, Hausfrauen, in denen wie nach einem Dornröschenschlaf die Fähigkeit des Schreibens geweckt wurde und die damit ganz dem Grundsatz entsprachen „Jeder ist ein Schriftsteller”. „Die inzwischen verstorbene Josefine Konietzko ist so ein wunderbares Beispiel, ihre Texte wurden in Schulbüchern gedruckt”, sagt Brack. 

„Die BRD der 80er Jahre bot genug Stoff”, erinnert sich Brack. „Es war die Zeit der Friedenstexte, Umweltzerstörung und Massenarbeitslosigkeit rückten ins Bewusstsein, der Rechtsextremismus erstarkte, die Emanzipation wurde thematisiert.” Die insel-Schreibwerkstatt wurde von der Kommunalpolitik kritisch beäugt. Auch wegen ihres Leiters Richard Limpert, der in den 60er Jahren sozialkritische Gedichte, Geschichten, Reportagen geschrieben hatte. Er hörte 1990 auf.

Eine Diskussion über den Sinn von Schreibwerkstätten gab 1984 den Anstoß zu einem Forum in der insel. Literaturwerkstätten aus dem Ruhrgebiet kamen zusammen, diskutierten über das Thema „Zwischen Dilettantismus und Professionalismus”.Vergleichsweise unspektakulär machten sich die 90er und 2000er Jahre aus. Texte wurden unpolitischer, die Werkstatt versteckte sich aber nicht hinter verschlossenen Türen, sondern suchte die Öffentlichkeit. Die Friedenslesung in der Pauluskirche, das zweimal jährlich stattfindende Literaturcafe´, die Reihe „Literatur an ungewöhnlichen Orten” wurden Tradition. „Die Anthologie ist ein gutes Beispiel dafür, dass die Texte einen hohen Stellenwert haben”, sagt Dr. Brack. Vielleicht trage sie zu einer Wiederbelebung der Schreibwerkstätten bei..

"In Worten zuhause- der Lyriker Michael Starcke"

Rezension:

Gratulationsbuch „In Worten zuhause“ würdigt das umfangreiche Schaffen des
Bochumer Lyrikers Michael Starcke

Der Bochumer Lyriker Michael Starcke ist 60 Jahre alt geworden. Mit einem umfangreichen Gratulationsbuch zum Geburtstag am 19. Dezember 2009 würdigten zahlreiche Autorinnen und Autoren sein literarisches Schaffen.
Starcke ist „seit vielen Jahren eine wichtige Stimme im Konzert der gegenwärtigen Ruhrgebietsliteratur“, schreiben die Herausgeber Hugo Ernst Käufer und Rainer Küster im Vorwort. Das Buch im A4-Format ist in drei Teile gegliedert, die jeweils aus anderen Richtungen auf Starckes lyrisches Schaffen leuchten, allesamt von „Freundinnen und Freunden des Lyrikers, von Kolleginnen und Kollegen, von Menschen, die sich seinem Werk verbunden fühlen“.

„Zueignungen“ - sind literarische und künstlerische Grüße in Form von Gedichten und Bildern. Anspruchsvolles begegnet hier dem Leser, wie etwa „Diptychon in Prosa“ von Heide Rieck oder „Eine Brücke aus Briefen“ von Brigitte Heine.

„Interpretationen“ - sind beeindruckende Beiträge, die sich mit Starckes Werk beschäftigen. Felicitas Belke beschäftigt sich zum Beispiel mit Starckes „Leben mit Gedichten“ und stellt das Besondere des Lyrikers heraus. Sein „Alleinstellungsmerkmal, wie man dergleichen heute nennt, ist das Benennen des Alleralltäglichsten, entkoppelt von sozialer Zustandsbeschreibung und zugleich aufgehoben in einer Sprach- und Bilderwelt, die die Härte ihrer Quelle bewahrt“, so die Dokumentarin. Sie unterstreicht, was den Lyriker einzigartig macht, der Innen und Außen mit Poesie vermischt, während er sich mit all den Themen auseinander setzt, die viele Lyriker beschäftigen: Natur, Kindheit, Liebe, Tod.
Herausgeber Käufer reflektiert in „Betroffen den eigenen Kreis abschreiten“ Starckes Veröffentlichungen, spricht von Starckes Vorbildern und seinem Stil: „das Leise ist laut genug.“ Damit setzt sich auch Hartmut Lux auseinander. Er erinnert sich an eine Lesung von Starcke im März 2000 im Prinz Regent Theater Bochum und fragt nun: „War er laut genug?“ und „Was liegt in den fünf Worten?“
Ein sehr interessanter Beitrag ist Gerd Kivelitz` Interpretation des Gedichtes „kleines haus“. „Drei Teile, einfache Syntax, Parataxen, stellenweise Ellipsen“. Für alle, die sich mit Lyrik beschäftigen, eine wunderbare Studie.

„Begegnungen“ - eine Sammlung von Erinnerungen, Begegnungen mit dem Autor. Michael Starckes Zwillingsbruder Peter spricht über die Vergangenheit. 1949 in Erfurt geboren, 1959 die Flucht in den Westen. „Für uns Zwillinge war das eine Erfahrung, die uns sehr lange durch unser weiteres Leben begleiten sollte.“
Mit „Der Dichter im Religionsunterricht“ betitelte Ansgar Loheide seine Erinnerungen an Starcke, der den Lyriker „googelte“ und in seinen Unterricht einlud. Was blieb? Beeindruckende Zeilen junger Menschen, die am Ende des Berichtes ihren Platz gefunden haben.

Abschließend 15 Seiten Bibliografie, die nochmals das umfangreiche Werk des Bochumers verdeutlichen. Insgesamt ist das Gratulationsbuch ein absolut lesenswertes Buch, das tiefe Einblicke in das Leben und Werk eines außergewöhnlichen Wortkünstlers gewährt. Man findet ihn zwischen all den Worten wieder – eine wunderbare Anerkennung und Würdigung seines Schaffens.

Text: Katrin Zill women edition

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"Drachentod" Buchvorstellung beim VfL Bochum

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Zehn VfL- Krimis zu gewinnen!

Eine rätselhafte Mordserie macht zwei Bochumer Kommissaren zu schaffen: Nach Spielen des VfL findet man gegnerische Fans tot auf – mit einem blau- weißen Schal des VfL im Rachen… Das ist das grobe Gerüst des Ruhrgebietskrimis „Drachentod” von Rüdiger Schneider und Rainer Küster. Wir verlosen zehn Exemplare!

Das Außergewöhnliche am Roman des Schriftsteller-Duos ist sicher, dass sich die Handlung um die Spiele des VfL dreht. Gegnerische Fans werden nach den Heimspielen des VfL tot aufgefunden, mit einem VfL-Schal in ihrem Rachen. Das Rätsel um diese mysteriöse Mordserie, bei denen den Opfern auch die Zunge entfernt wurde, sollen Kommissar Klaus Brenner und sein Kollege Rogalla lösen. Eines der Opfer ist Rogallas Neffe, und der Fall wird für die beiden Kommissare aufgrund eines nervösen Polizeipräsidenten und dem zunehmenden Druck der Presse immer mehr zur Bewährungsprobe. Wer kommt als Täter für diese rätselhaften Morde infrage? Oder sind es am Ende sogar mehrere Personen? Ins Fadenkreuz der beiden Ermittler rückt eine Fangruppe, die sich ‚Dragonhunters‘ nennt und deren Mitglieder vor den Spilen des VfL spezielle Rituale durchführen.

Nicht nur VfL-Fans werden ihre Freude an der spannenden Lektüre haben, zumal sich die Autoren eng am Spielplan der Saison 2008/09 orientiert haben. Nicht von ungefähr: Rainer Küster studierte in Hamburg und Bochum und promovierte an der Ruhr-Universität. Bis zu seiner Pensionierung war er Studiendirektor an der Theodor-Körner-Schule. Als „ewiger“ Besitzer einer Dauerkarte ist Küster dem VfL in Freud und Leid verbunden. Sein Kollege Rüdiger Schneider promovierte in Germanistik und war als Dozent u.a. an der Universität in Bangkok. Mit Rainer Küster verfasste er schon den Kriminalroman „Der Kreis des Kopernikus“.

Die Vorstellung des Buches, das im Brockmeyer-Verlag erschienen ist, fand in der Autorenlesung im Medienzentrum des rewirpowerSTADIONs den passenden Rahmen. Hier erläuterte das Kriminal-Duo zudem Hintergründe zur Recherche und ihr Fußball-Faible.

Ein  Gewinnspiel  zu Drachentod finden Sie unter Gewinnspiel auf dieser Homepage

 

 

R. Küster/R. Schneider: Drachentod

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Nach ihrem ersten Krimnalroman: Der Kreis des Kopernikus (2002) legen Rüdiger Schneider und Rainer Küster... erneut einen anspruchsvollen Kriminalroman aus dem Ruhrgebiet vor. Auf ganz eigene Weise und und stille Art aufregend spannend haben die Autoren ihre Handlung mit der Welt des Fussballs verwoben, neben anderen Vereinen besonders mit denen des nahen Reviers, FC Schalke und VfL Bochum, dessen rewirpower-Stadion auch das Titelblatt des Buches ziert. Die ermittelnden Komissare Klaus Brenner und Erich Rogalla.... gehen oft nachdenklich gemeinsam oder auch auf eigene Faust ihrer schwierigen Arbeit nach, trotz Verschiedenheit gar nicht so verschieden, spontan und, wenn es sein muss hart in der Sache. Die Geschichte beginnt mit dem Mord an einem Fan des VfL Wolfsburg, erdrosselt mit einem Fanschal des VfL Bochum, dem unappetitlicher Weise zudem die Zunge entfernt worden ist. Drei weitere Morde werden folgen ... in einem Netz von Eifersucht, Geldgier und Größenwahn, von Feigheit, Trauer und Verlust. Mit viel Liebe zum Detail entwickeln die Autoren ihren raffinierten Plot... Als Leser hat man den Eindruck, das Ruhrgebiet würde auferstehen, wie es war, aber auch ... wie es geworden ist. Man erkennt Häuser, Plätze, Orte und Straßen... Viel wird vom Fussball erzählt, von den Fans, aber auch von den Auswüchsen, in der Rituale aus Mythen und germanischen Göttersagen keine unerhebliche Rolle spielen, Drachen und Sicheln. Das ist spannend und vermittelt unmittelbare Einblicke, die man möglicherweise so noch nicht kennt, obwohl man schon einmal davon gehört zu haben glaubt. Rainer Küster und Rüdiger Schneider haben einen Kriminalroman geschrieben, den man nicht so einfach aus der Hand legen möchte, der nachklingt und daran erinnert, wie vielschichtig unser Leben ist hier im Revier. (Westdeutsche Allgemeine 28.11.09 (Michael Starcke))

R. Köhnen/U. Schröder (Hrsg.) Geld schreibt

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Ist Geld eine Kunstform?
Ums Geld dreht sich die Welt! Man muss es nicht mögen, aber es scheint so zu sein. Geld ist in den vergangenen Jahrhunderten immer wichtiger geworden und hat sogar Eingang in die Literatur gefunden. Grund genug für Ralph Köhnen, an der RUB ein Forschungsseminar zu diesem Thema zu veranstalten. Daraus entstand ein Schreibwettbewerb und wenig später auch ein Buch: Geld schreibt.

Seminarteilnehmer Carsten Marc Pfeffer, der ebenfalls mit einem Beitrag in dem Band vertreten ist, würdigt im bsz-Gespräch besonders die kritischen Beiträge im Buch wie „Verlustvortrag“ von Hannes Oberlindober. „Diese wahnwitzige Generalabrechnung mit der Inhumanität des globalisierten Turbokapitalismus bringt das Problem in Form und Inhalt einfach auf den Punkt.“
Alles begann als historische Recherche für ein Forschungsseminar. Doch das Verhältnis vom Geld zu den Menschen, der Literatur und der Gegenwart ließ die Veranstalter nicht mehr los. Daher plante die Literarische Gesellschaft Bochum 2008 den Schreibwettbewerb mit dem Titel „Geld schreibt“. Gefördert wurde dieser vom Kulturbüro Bochum.

Jetzt liegen die besten 18 Wettbewerbsbeiträge in Buchform vor, und die geneigten Leser können staunend erkunden, dass jeder Mensch Geld anders sieht. Die drei jüngsten Teilnehmerinnen aus der Schreibwerkstatt der Realschule Höntrop beispielsweise vermenschlichen Geldstücke, sehen in ihnen liebesfähige Wesen, die sogar Junge bekommen können. Eine menschliche Sichtweise, die scheinbar mit dem Alter des Autors oder der Autorin schwindet. Die älteste Teilnehmerin beruft sich auf den Erfahrungsschatz von 84 Lebensjahren und weiß zu berichten, wie mühselig es ist, an materiellen Wohlstand zu gelangen. Sie verklärt oder vermenschlicht das Geld nicht, sie sieht es als leidige Notwendigkeit. Ein Motiv, das verständlicher Weise wiederholt auftaucht, oft zusammen mit Kritik an der Kälte und Härte der menschlichen Gesellschaft. Die bereits mehrfach ausgezeichnete Autorin Ivette Kunkel ist mit ihrer Geschichte „Alles überall“ Gewinnerin des Hauptpreises des Wettbewerbs. Sie nutzt das Forum, das ihr dieses Thema bietet, um Kritik an der kapitalistischen Gesellschaft zu üben, die nur scheinbar frei ist, in Wirklichkeit aber bar jeder Individualität nur noch der Wirtschaft und damit dem Geld dient. Sie stellt fest, dass die Hauptfigur nur noch auf ihre bloße physische Existenz reduziert ist, egal wo auf der Welt ihr Geld sie hingebracht hat.                                                               Wie bei einem Buch mit derart vielen Autorinnen und Autoren nicht anders zu erwarten, so finden sich natürlich auch in diesem Buch unterschiedlichste Stile: Zynistisch-realistische Texte sind genauso dabei wie experimentelle Texte und Beiträge, die eine Fusion verschiedener Genres darstellen. Vom erfahrenen Autoren bis hin zum vielversprechenden Newcomer aus Bochum – alle haben ihre Beziehung zum Geld und der Gesellschaft, die auf ihm beruht, in literarischer Form dargestellt. Es geht um all die Dinge, die man kaufen kann, um Flaschenpfand als Sozialversicherungsersatz bis hin zu Geschichten über die Liebe. Zuallererst sollte man sich aber dieses Buch kaufen:

Bochumer Stadt- & Studierendenzeitung (bsz) vom 25.11.09 (Eva Rendl)

 

Horst Hensel, Tango und Theater (WAZ 24.8.09)

Die Krimiautorenvereinigung syndikat hat "Tango und Theater" zum Buch der Woche vom 10 - 17. Januar 201o gekürt!

 

Horst Hensel zelebriert im Zusammenspiel von instinktsicherer Tätersuche und dem etwas verzwickten Privatleben seines Gefängnislehrers einen ähnlich melancholischern Grundton, wie man ihn in Donna Leons Venedig-Krimis findet. So lapidar, wie Hensel erzählt, wie er genaue Beobachtungen, Gedankenfetzen und subtile Momentaufnahmen zu einem engmaschigen Ganzen spinnt, erinnert er mitunter auch an den frühen Raymond Chandler.
Doris Piper, Die Glocke, 21. Juli 2009


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Kriminalroman, so schwül wie eine Sommernacht!... Mit seinem neuen Roman ist Horst Hensel eine eindringliche, mal düstere, mal heitere Erzählung gelungen. Im Mittelpunkt stehen vor allem die Mordkommissarin Conny Schulze-Hartwig und der Gefängnislehrer Ulrich Keller. Beide versuchen den geflohenen Mörder Arthur Kohlberg aufzuspüren. Gleichzeitig haben die beiden eine knisterende Affäre. Schon das Titelbild bringt den Leser in die richtige Stimmung. Düster bauschen sich Gardinen in einen roten Himmel. Der inhaltsschwere Titel beinhaltet die beiden Standbeine des Romans. Der Tango ist die Beziehung zwischen Conny und Keller. Gleich zu Anfang tanzen beide den ausdrucksstarken Tanz. Das Theater ist die eigentliche Handlung des Krimis. Der Ausbruch von Kohlmann, die Fahndung und letzlich das Spiel, das der Mörder mit der Polizei spielt. ... Eine direkte Sprache vermittelt das Gefühl unmittelbar an den Gedanken der Personen teilzuhaben....Ein Highlight des Buches ist sicherlich die Kubareise Kellers... Die Spannung entlädt sich bei Kellers Rückkehr und der Krimi löst sich raffiniert auf...! (Westdeutsche Allgemeine 24.8.09)

 

Horst Hensel; Tango und Theater

"Jagd nach einem Phantom" titelt die Westfälische Rundschau am 7.1.2010 eine ausführliche Besprechung.

Es ist schon eine ungewöhnliche Konstellation, wenn eine Kommissarin und ein Gefängnislehrer in einem Kriminalfall ermitteln, wobei natürlich der Pädagoge um seine Grenzen weiß, was kein zwingendes Hindernis sein muss...Hensel wähl wohl ganz bewußt in seinem Buch die Alltagssprache, um so authentisch wie möglich zu erzählen... Leser der Region dürften sich sehr heimisch fühlen, da der Roman hauptsächlich im Westfälischen und Rheinischen spielt, unter anderem in Dortmund, Kamen und Köln. ... Ein Reiz des Buches liegt sicher darin, wie Hensel ganz unterschiedliche Welten kenntnisreich und gut recherchiert miteinander verwebt: das Leben hinter den Gefängnismauern, die Faszination der Kommissarin und des Lehrers für den Tango-Tanz, die Arbeit der Fahnder und den Alltag auf Kuba, wohin  Kellermann unerwartet zu einem Urlaub aufbricht. Als er wieder zu Hause ist, bekommt er mit wie sein Lehrekollege Kornmüller in den Freitod geht...

Hattingen von oben bei Hattingen 1 (Wordpress) 7.8.09

Hattingen von oben: jetzt bestellen

Nicht nur für Überflieger: “Hattingen von oben – Luftbilder von Hans Blossey” erscheint in Kürze

(yourPR) “Hattingen von oben” heißt der neue Bildband mit Luftbildern von Hans Blossey, der soeben im Bochum Brockmeyer- Verlag erschienen  und für 15 Euro erhältlich ist. Das Buch mit rund 150 farbigen Luftbildern erscheint zur Eröffnung der Ausstellung “Über den Wolken – Luftbilder von Hans Blossey” im Stadtmuseum Hattingen am 23. August 2009.

Hans Blossey ist Fotograf aus Leidenschaft; er steigt gerne und oft in die Luft, um die Dinge für sich und andere festzuhalten. Seine Panorama- und Momentaufnahmen sind weit über die Grenzen des Ruhrgebiets bekannt, z. B. die Ruhrschleife im Frühnebel, die Altstadt im Schnee, alle Ortsteile im Visier.

Für alle Hattinger und Interessierte ist das 108- Seiten starke Begleitbuch zur Ausstellung  bereits jetzt beim Verlag portofrei vorbestellbar unter info@brockmeyer-verlag.de.

Heinrich Peuckmann im WAZ Interview mit Nadine Albach 4.8.09

Jetzt kaufen: "Der Vorwärtsfahrer" click hier
Worte sind seine Welt. Das war schon in der Schule so, bei den pubertären Liebesgedichten. Und das ist noch heute so, nach mindestens 40 Büchern, Hörspielen, Theaterstücken und sogar zwei Opernlibretti: Heinrich Peuckmann ist 60 Jahre alt geworden und hat sich konsequent Worte zum Geschenk gemacht.

»Für meine Tante ... war die Sache rätselhaft. Einen Schriftsteller, dessen Bücher in Zeitungen besprochen, dessen Texte im Radio vorgelesen wurden, hatte es noch nie in unserer Familie gegeben. Verwundert, vielleicht auch ein wenig ironisch, sah sie mich eines Tages an.«

Von sich zu erzählen, „Ich” zu schreiben - das hat Heinrich Peuckmann noch nie Probleme bereitet. „Ich muss mit mir im Reinen sein, dann mach ich das.” Also hat er für „Der Vorwärtsfahrer” Geschichten zusammengetragen, die er im Laufe der Jahre über eigene Erlebnisse verfasst hat, mal lustig, dann tieftraurig.

Herkunft: Bergarbeiterfamilie

Peuckmann erzählt von seiner Herkunft aus einer Bergarbeiterfamilie, die ihn, das schreibende Kuriosum, nicht unbedingt unterstützte - während in der Schule immer ein Lehrer war, der schrieb und ermutigte. Er erzählt von seinem Vater, der im Zweiten Weltkrieg desertierte, vom plötzlichen Tod eines südafrikanischen Autoren, aber auch vom Frisörbesuch. Dass er seine eigene Familie thematisiere, störe die nicht: „Die freuen sich, dass der Alte wieder ein Buch fertig hat”, sagt er über seine Söhne.

Meinung sagen macht frei

Peuckmann steht zu sich, steht zu seiner Meinung. „Das macht frei.” Er hat auch in einer Figur, seinem Kommissar Anselm Becker, eine Option gefunden, diese Freiheit zu leben. Der Borussen-Fan, der sich immer wieder mit der heutigen Sozialdemokratie auseinandersetze, sei zwar jünger, aber schon eine Art Alter Ego. Ihn konfrontiert Peuckmann mit Themen, die für ihn brennen.

So auch in dem fünften, neuen Fall „Armentafel”. Ein Obdachloser wird erschlagen in einem Waldstück in Dortmund aufgefunden. Und obwohl Becker anfangs mit Vorurteilen zu kämpfen hat, muss er am Ende feststellen, dass „die Armen in der Gesellschaft auch noch brutal ausgebeutet werden.” Ein großes Thema - die Wirtschaftskrise - heruntergebrochen auf den Alltag.

Moral wie diese ist Peuckmann wichtig, reine Unterhaltung nicht sein Ding. „Eigentlich ist mein Krimi auch ein Gesellschaftsroman.” Peuckmann hat die Hoffnung nicht aufgegeben, Leser mit dem ein oder anderen Gedanken anzustoßen. „Ist das schlimm?”, fragt er verschmitzt.

 

- Peuckmann arbeitet als Lehrer. Er ist Mitglied im PEN, dem Verband deutscher Schriftsteller und in der Krimivereinigung „Das Syndikat”. Info: www.heinrich-peuckmann.de

- „Der Vorwärtsfahrer” mit 13 Erzählungen ist im Brockmeyer Verlag herausgekommen für 12.90 Euro. ISBN: 978-3-8196-0724-0.

- Der Kriminalroman „Armentafel” ist im Münsteraner Aschendorff Verlag erschienen und kostet 12.80 Euro. ISBN: 978-3402128268.

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